Mit Einfachheit durchstarten

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Stolz auf das Erreichte eröffneten Helmut Batscheider (von links), Albert Füß, Heiko Werf und Heike von Küstenfeld den 12. Allgäuer Baufachkongress in Oberstdorf.

Oberstdorf – Mit dem Allgäuer Baufachkongress rennt Baumit weiter offene Türen ein. Mehr als 1300 Teilnehmer trafen sich vergangene Woche zur 12. Auflage des dreitägigen Fachkongresses in Oberstdorf.

Zum Auftakt zeichneten die Geschäftsführer des Allgäuer Baustoffproduzenten einen aktuellen Zustandsbericht der Branche aber auch des eigenen Unternehmens. Trotz des lahmenden Sanierungsgeschäftes konnte Baumit an die hervorragenden Zahlen des Vorjahres anknüpfen und will weiter auf Expansionskurs bleiben.

„Wir sind zufrieden“, fasste Geschäftsführer Albert Füß das Jahr 2015 für Baumit zusammen. Das erkläre das „breite Grinsen“ mit dem er und seine Kollegen der Geschäftsführung die Bilanz vorlegen könnten. Das Gesamtergebnis werde voraussichtlich leicht über dem Jahr 2014 liegen, trotz deutlich rückläufiger Umsätze im Bereich der Energetischen Sanierungen. „Sonst wären wir womöglich explodiert.“! Mit 180 Millionen Euro habe Baumit ein „für ein mittelständisches Unternehmen tolles Ergebnis“ erreicht.

Unterm Strich profitierte das Unternehmen mit Sitz in Bad Hindelang von einer „stabilen Baukonjunktur“, stellte Geschäftsführer Heiko Werf weiter fest. „Wir haben uns im Markt wacker geschlagen.“ Die massiven Einbrüche im Sanierungsbereich seien schmerzhaft. „Auch, weil wir wissen, wie wichtig dieses Thema ist.“

„Das Thema Sanierung geht weit über die Frage der Energiekosten hinaus“, so Werf weiter. Zunächst denke man dabei nur an die Heizkosten, aber lohne sich nicht auch die Investition ins Wohlfühlklima im eigenen Heim, spricht Werf eine weitere Facette an. „Und es lohnt sich auch für unsere Umwelt.“

„Wir tun was“, fährt der Geschäftsführer fort. Die Energetische Sanierung sei schnell kaputt geredet worden – unterfüttert von den Medien mit Scheinwissen. „Was wir im Augenblick erleben ist nicht die Wahrheit.“ Um dieses verzerrte Bild wieder gerade zu biegen, brauche es einen langen Atem. Baumit jedenfalls habe das Thema nicht abgeschrieben. Gerade jetzt nehme Baumit Geld in die Hand. „Wir tun was für den Markt. Wir tun was; vielleicht nicht immer das Richtige, aber wir tun was!“ Baumit tut was: aktuell läuft die Stärkung des norddeutschen Marktes mit dem Bau einer neuen Werkes bei Hamburg. Das Werk Landsberg wird ausgebaut. Insgesamt ist Baumit mit zehn Werksstandorten und rund 500 Mitarbeitern in Deutschland vertreten. Der Neubaubereich werde sich den Baumit-Geschäftsführern zufolge im laufenden Jahr positiv entwickeln. Werf sieht die Branche vor der großen Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, nicht zuletzt angesichts der massiven Zuwanderung von Flüchtlingen. „Wir brauchen Wohnraum, sonst ist der soziale Frieden gefährdet.“ Rund 350 000 bis 400 000 Wohnungen fehlten, schätzt Werf.

Unter dem Slogan „Wissen ist Markt“ stand der diesjähruge Baufachkongress. Und mit „Einfachheit“ will Baumit auf dem Markt punkten. Ein Mehrwert für seine Produkte will Baumit mit „Einfachheit als Chance“ schaffen. Maßgeschneiderte Problemlösungen und Angebote für den Handel, aber auch das Handwerk und schließlich Architekten und Planer sollen Baumit als kompetenten Unterstützungsdienstleister zu einem noch attraktiveren Partner der Baubranche machen. „Auch, um neue Zielgruppen zu erreichen“, wie Helmut Batscheider, der Geschäftsbereichsleiter Vertrieb, meint. Dazu biete Baumit ein umfassendes Beratungsangebot, einfach strukturierte Produktsegmente und sogar die Vermittlung hochqualifizierter Handwerker. Das Prinzip Einfachheit soll die Beratung, die Verwendung und Planung von und mit Baumit-Produkten vereinfachen – in Zeiten wo gerade in der Baubranche eine zunehmende Komplexität zu beobachten sei.

Durchblick sollte den Fachleuten der Branche auch heuer der Baufachkongress im Oberstdorf Haus erlauben. 1342 Teilnehmer konnte Kongressleiterin Heike von Küstenfeld begrüßen. „Schon im September waren die Vorträge ausgebucht.“

In rund 60 Fachvorträge mit Anwendungbeispielen und Diskussionsrunden beleuchteten mehr als 50 Experten die wichtigsten Fragen der Bauwirtschaft. Ein Schwerpunkt lag auf dem Kerngeschäft von Baumit, dem Thema Wand- und Fassadengestaltung mit pastösen Putzen und Farben.

Josef Gutsmiedl

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