Klausentreiben in Berlin

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Die „Besinnliche Stunde im Advent“ richtete in diesem Jahr der Bezirk Schwaben in der Bayerischen Vertretung in Berlin aus. Das künstlerische Programm gestalteten junge Musikerinnen und Musiker aus dem Allgäu. Es spielten die „Fischinger Tanzlmusik“, „Die jungen Alphornbläser aus dem Ostrachtal“, Benedikt Berktold an der steirischen Harmonika und die Harfinistin Katharina Natterer. In der hinteren Reihe stehen (von links) Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, Prof. Maximilian Maria Jannetti, Staatssekretär Franz Josef Pschierer und Organisator, Bezirksrat Edgar Rölz, eingerahmt von Klóusebärbele und Klóusen aus Fischen.

Allgäu / Berlin - Bayerns Staatskanzleiministerin Christine Haderthauer und Bezirkstagspräsident in Schwaben, Jürgen Reichert luden zur „Besinnlichen Stunde im Advent“ in die Bayerische Vertretung in Berlin. Heuer war der Bezirk Schwaben an der Reihe, den Abend zu gestalten. 

Bezirksrat Edgar Rölz aus Fischen zog alle Register und präsentierte den 400 Gästen unverfälschte Allgäuer Volksmusik und Brauchtum zur Weihnachtszeit. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer begrüßte zu dieser beliebten Traditionsveranstaltung rund 400 Gäste: „Alphörner, weihnachtliche Musik, stimmungsvolle Bräuche und ein funkelnder Christbaum stimmen ein auf den Advent“. 

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert nutzte bei seiner Begrüßung „Bayerns Schaufenster in Berlin“ um die Vielfalt schwäbischer Kultur hier präsentieren zu können. Keine ganz einfache Aufgabe, meinte er, für „die Schwaben“ in Berlin zu sprechen, denn „den Einheitsschwaben“ gebe es nicht. Eher charakterisiere der Abwechslungsreichtum zwischen dem Ries und dem Allgäu, zwischen Bodensee und Lech. „Schwaben mit seiner historisch bedingten geographischen Kleinräumigkeit braucht das übergreifende Element der Gemeinsamkeit als Region, um sich nicht nur im europäischen, sondern auch im globalen Wettbewerb behaupten zu können“, betonte Reichert. 

Alle Jahre wieder veranstaltet die Bayerische Vertretung in Berlin ihre obligate „Besinnliche Stunde im Advent“. Traditionell wird sie reihum von einem der sieben bayerischen Bezirke gestaltet. Heuer waren erneut die Schwaben an der Reihe und überließen ihrem südlichsten Landesteil, dem Allgäu, das Podium. Dort spielten sich die aus dem Allgäu angereisten jugendlichen Volksmusikanten mit traditionellen Allgäuer Weihnachtweisen in die Herzen der rund 400 geladenen Gäste und überzeugten rundum als sympathische Botschafter ihrer Heimat. 

Die abwechslungsreiche Programmgestaltung hatte Bezirksrat Edgar Rölz übernommen, der als Bürgermeister von Fischen die Gelegenheit ergriff, und auch den künstlerischen Nachwuchs seiner Heimat nach Berlin brachte. Unter der künstlerischen Leitung von Professor Maximilian Maria Jannetti gestalteten die „Fischinger Tanzlmusik“, „Die jungen Alphornbläser aus dem Ostrachtal“, Benedikt Berktold an der steirischen Harmonika sowie die Harfinistin Katharina Natterer das Programm. Im überlieferten alemannischen Häß (Gewand) und bewaffnet mit Hörnern, Ruten, Schellen, Glocken und Ketten liefen Allgäuer Klóuse und weibliche Klóusebärbele durch die „Halle Bayern“ und begeisterten mit ihrem traditionell ungestümen Treiben die anwesende nationale und internationale Prominenz. 

Das Klóusetreiben in den Nächten vom 4. bis 6. Dezember sei einer der ältesten, bis heute hier noch gelebten Kulturbräuche aus heidnischer Zeit, erfuhren die Gäste. In Allgäuer Mundart und gut aufgelegt moderierte Peter Vogt aus Fischen die beeindruckenden Vorführungen, die hierzulande zu einem „echten” Advent in den Bergen gehören. Winterlichen Weihnachtsduft verströmte eine imposante, rund fünf Meter hohe und reich geschmückte weihnachtliche Tanne.

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