Die Allgäuer Grünen wollen einen gemeinsamen Allgäuer Verkehrsverbund

Schluss mit Klein-klein beim ÖPNV

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Der Treffpunkt in Günzach am Bahnhof wurde von den Grünen bewusst gewählt, da an dieser Stelle die Schwächen der bisher vorhandenen Infrastruktur am deutlichsten aufgezeigt werden konnten.

Allgäu – „Die Zeit ist reif für eine Neuaufstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV im Allgäu“, betonen die Grünen im Allgäu. Dies war bereits Thema in den Kommunalwahlen und beschäftige alle politischen Fraktionen in den Kommunalparlamenten. Bei der ersten gemeinsamen Sitzung der grünen Kreistagsfraktionen des Ober- und Ostallgäus und der grünen Stadtratsfraktionen aus Kempten und Kaufbeuren stand daher die Mobilität auf der Agenda – mit dem klaren Ziel eines allgäuweiten Verkehrsverbundes: Gemeinsame Schritte gehen, damit es besser läuft!

„Wir als grüne Fraktionen begrüßen ausdrücklich den Abschluss der Zweckvereinbarung für eine Verkehrsverbundgründung Allgäu. Die noch ausstehende Zustimmung des Landkreises Oberallgäu wird in den nächsten Tagen folgen. Wir müssen Klein-klein, regionale Befindlichkeiten und lokale Modellversuche hinter uns lassen. Unser Ziel ist ein neu aufgestellter ÖPNV im ganzen Allgäu, der selbstverständlich den Schienenverkehr mit beinhaltet“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der Grünen-Fraktionen.

Dies bedeutet für die Grünen: ein Netz aus Bus und Bahn im ganzen Allgäu – mit einem regelmäßigen (mindestens stündlichen) Takt, mit der Anbindung aller Ortschaften und touristischen Attraktionen sowie mit einem gemeinsamen Ticket.

Wichtig sei dabei, über enge Kooperationen – etwa mit dem Westallgäuer „bodo“ oder dem österreichischen Verkehrsverbund – auch grenzübergreifende Mobilität zu vereinfachen und benutzerfreundlich zu gestalten. Es werde in den nächsten Jahren einen beharrlichen politischen Willen brauchen, diesen Verkehrsverbund voran zu bringen und auch für die notwendige Finanzierung zu sorgen, betonen für die Grünen Fraktionen im Allgäu Günter Räder (Ostallgäu), Christina Mader (Oberallgäu), Thomas Hartmann (Kempten) und Oliver Schill (Kaufbeuren).

„Unser Ziel: ein gemeinsamer Allgäuer Verkehrsverbund. Wir entwickeln einen gemeinsamen von den vier Gebietskörperschaften getragenen Allgäuer Verkehrsverbund (Kaufbeuren, Kempten, Oberallgäu, Ostallgäu), kofinanziert vom Bund und vom Land Bayern, der jederzeit erweiterbar ist“, so die Erklärung der Grünen-Fraktionen.

Dabei halten die Grünen folgende Schritte für erforderlich:

  • Die Ausschreibung für die Pilotstudie wird schnellstens nach Zustimmung des Landkreises Oberallgäu begonnen. 
  • Die Projektsteuerung dafür übernimmt vereinbarungsgemäß die Stadt Kempten. Sie stellt dafür entsprechende Kapazitäten in der Verwaltung, zum Beispiel den Mobilitätsmanager, zur Verfügung.
  • In der Ausschreibung wird darauf geachtet, dass schnellstmöglich ein Ergebnis der Studie vorgelegt wird. Unser Ziel ist ein Ergebnis zum 31.12.2022. 
  • Mit der Erstellung der Pilotstudie wird ein nachgewiesen kompetentes Planungsbüro betraut. 
  • Ein Beirat, bestehend aus den verschiedenen Fraktionen, soll die Ausschreibung und die Studie selbst begleiten. 
  • Im Jahr 2023 wird der Verkehrsverbund auf den Weg gebracht. 
  • Der Verkehrsverbund muss alle Bus- und Bahnangebote umfassen.
  • Wir verpflichten uns als kommunale Gebietskörperschaften im Vergleich zu heute deutlich mehr Finanzmittel in den ÖPNV zu geben. Wir nehmen allerdings auch den Bund und den Freistaat in die Pflicht, der auch den ÖPNV in der Fläche mitfinanzieren muss. 
  • Auslaufende Konzessionen der Buslinien werden zeitlich aufeinander abgestimmt und durch den Verkehrsverbund abgelöst. Die Überwachung dieser Zeitschiene wird von den Verwaltungen sichergestellt. 
  • In den einzelnen Regionen soll ab sofort intensiv an der Umsetzung der Nahverkehrspläne gearbeitet werden. 
  • Dieser Verkehrsverbund Allgäu ist bis zum Ende der Legislaturperiode voll funktionsfähig und die einzelnen Gebietskörperschaften stellen sicher, dass die einzelnen Schritte aufeinander abgestimmt werden.

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