20 Jahre Allgäuer Hilfsfonds – Fast 1,5 Millionen Euro für Bedürftige

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Seit Mai 1998 hat der Allgäuer Hilfsfonds in der Region insgesamt 1.456.727 Euro an Spenden an Menschen im Allgäu, die unschuldig in Not geraten sind bereitgestellt. Präsentiert wurde die Summe beim 20-jährigen Jubiläum von den Vorstandsmitgliedern des Allgäuer Hilfsfonds e.V. mit von links stellv. Vorsitzender Manfred Herb, Kassenprüfer Traudl Anwander, Beisitzer Alexander Hold, stellv. Vorsitzender Stefan Bosse , Schatzmeister Simon Gehring, Vorsitzender Gebhard Kaiser, Beiräte Rita Deutschenbauer, Dr. Johannes Huber, Schriftführer Stefan Fuchshuber, Beisitzer Michaela Waldmann und Martin Kaiser.

Der Allgäuer Hilfsfonds unterstützt seit 20 Jahren Bedürftige – „schnell und unbürokratisch“ im Allgäu. Da sind der Vater und seine beiden kleinen Kinder, die ihre Mutter verloren haben oder eine junge Mutter mit ihren beiden Kindern, die den Vater bei einem Unfall verloren haben.

Oder die Familien, denen ein Brand das gesamte Zuhause und Hab und Gut geraubt hat. Da sind Menschen, die Hilfe brauchen. Sie unterstützt der Allgäuer Hilfsfonds seit 20 Jahren. Schnell und unbürokratisch – das hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben. Knapp 1,5 Millionen Euro hat er seit 1998 insgesamt an Bedürftige vermittelt.

Vor kurzem hielt der Verein bei einer Festveranstaltung mit Konzert Rückschau. Dort standen diejenigen im Mittelpunkt, die Hilfe benötigten. Und hinter manch einer Hilfsaktion verstecken sich rührende Geschichten. Mehr als 37.000 Euro an Spenden gingen ein. Von der Unternehmensspende bis zur Mitarbeitersammelaktion, vom Geburtstag bis zur Silberhochzeit. „Es gibt viele Anlässe, für den Allgäuer Hilfsfonds Spenden zu sammeln.“

Vorsitzender Landrat a.D. Gebhard Kaiser erinnerte an den 26. Mai 1998, als er zusammen mit Bernd Wucherer, Simon Gehring, Herbert Seger, Michael Weiß, Roswitha Ellis, Johannes Rödder, Margrete Jentsch und Friedrich Haug den Allgäuer Hilfsfonds aus der Taufe hob. Dort rasch zu helfen, wo die Gesetze dafür nicht ausreichen, sei das erklärte Ziel gewesen, so Kaiser. „Wir haben seither viele Schicksale gesehen und erfahren, dass unsere Unterstützung für die betroffenen Menschen eine große Hilfe ist, um dann wieder aus eigener Kraft zurechtzukommen“, betonte Kaiser. Alljährlich seien inzwischen rund 100 Fälle zu bearbeiten.

Kaiser dankte allen Spendern und Helfern – immerhin gebe es beim AHF nicht einen Euro Verwaltungs- oder Fahrkosten. Von 950 Buchungs- und Geschäftsvorfälle im Jahr 2018 war die Rede. „1 456 727 Euro wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten an Menschen im Allgäu ausbezahlt“, so Schatzmeister Simon Gehring.

Aktuell unterstützt der Verein die Kemptener Familie Wölfle: Seit einem Unfall im Juni diesen Jahres liegt der zweijährige Elias im Wachkoma. Er wird auch in Zukunft viel Hilfe brauchen, die Familie muss das Haus umbauen. Schon jetzt sind über den Hilfsfonds 18 000 Euro an Spenden zusammengekommen – Geld für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Mehr zum Allgäuer Hilfsfonds e.V. unterwww.allgaeuer-hilfsfonds.de.

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