IHK Schwaben diskutiert mit Allgäuer Politikern aktuelle Themen

Wirtschaft und Politik im Dialog

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Zum Wirtschaftspolitischen Dialog 2012 trafen sich Allgäuer Landtagsabgeordnete und IHK-Vizepräsidenten und Regionalvorsitzende in Oberstdorf.

Oberstdorf - Alljährlich treffen sich die Allgäuer Landtagsabgeordneten auf Einladung der IHK Schwaben mit Vizepräsidenten und Regionalvorsitzenden der IHK aus dem Allgäu, um über aktuelle Probleme in der Region zu diskutieren und vor allem nach Wegen zu suchen, wie man den Wünschen und den Anliegen der Allgäuer Wirtschaft mehr Nachdruck verleihen kann, um zu Lösungen zu kommen.

Diskutiert wurde diesmal in Oberstdorf als erstes das Thema „Hochschullandschaft im Allgäu“. Der mögliche Studiengang „Gesund- und Generationen“ wird sehr begrüßt. Falls dieser als Ableger realisiert werden sollte, steht die Wirtschaft zum Standort Kaufbeuren.

Großen Raum in der Diskussion nahm die Allgäuer Verkehrsinfrastruktur ein. In der Diskussion um eine neue, von der EU-Kommission vorgeschlagene nördliche Alternativ-Trasse der transeuropäischen Magistrale Paris-Wien-Budapest machten die Unternehmer deutlich, es handele sich beim Ausbau der Strecke über Stuttgart, Ulm, Augsburg und München um „ein zentrales verkehrspolitisches Projekt von strategischer Bedeutung für ganz Südbayern und Baden-Württemberg, das es zu verteidigen gilt“. 

Auf die vor Kurzem bekannt gewordenen Verzögerungen bei der Bahn-Elektrifizierung München-Memmingen-Lindau reagierten die Vertreter der Allgäuer Wirtschaft mit Verwunderung und Unverständnis. Es müsse nun alles getan werden, diesen – erneuten – Zeitverzug zu minimieren und sicherzustellen, dass der Ausbau bis 2020 abgeschlossen werde, so wie die Schweiz dies zur Bedingung für ihren Vorfinanzierungsbeitrag gemacht hat. Die größte Herausforderung sei die rasche Aufteilung der Mehrkosten zwischen den Projektpartnern. „Uns ist die Botschaft auch an den Bund wichtig, dass es hier nicht um eine Nebenbahn irgendwo im Allgäu geht, sondern um eine internationale Verbindung zwischen zwei der wirtschaftsstärksten europäischen Metropolregionen“, betonten die Vertreter der Politik und Wirtschaft unisono.

Weitere Themen waren der vierspurige Ausbau der B12 und die Entwicklung des Allgäu Airports in Memmingen. Schließlich wurde noch die Umsetzung der Energiewende im Allgäu angesprochen. „Ein „fruchtbarer Austausch“, jetzt folge die konstruktive und zielgerichtete Arbeit, um die Themen voranzubringen, so das Fazit der IHK-Vertreter und der Abgeordneten.  Kreisbote

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