Segen für 30er-Werkstatt der Allgäuer Werkstätten

Weihe für die neue Werkstatt in Sonthofen

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Neben Werkstattleiterin Barbara Grözinger (2.v.l.) und Pfarrer Marek Pokorski (2.v.r.) waren nur die zwei Gruppenleiterinnen der neuen Werkstatt - Madeleine Miller und Daniela Schmutzler sowie Azubi Matthias Weber - bei der Weihe dabei.

Sonthofen – „Abgesagt“ heißt es momentan sehr oft. Auch die geplante große Einweihung der neuen 30er Werkstatt der Allgäuer Werkstätten GmbH in Sonthofen an der Eisenschmelze ist in Zeiten der Pandemie nicht möglich. Dennoch: Ohne den Segen Gottes sollen die Beschäftigten die neuen Räume nicht beziehen.

Madeleine Miller hält Pfarrer Marek Pokorski das Kreuz für die Segnung entgegen.

Die Segnung nahm Pfarrer Marek Pokorski von der Pfarreiengemeinschaft SonthofenNord vor. Spontan hatte er der Haussegnung vor der Betriebsaufnahme zugestimmt. Geschäftsführer Michael Hauke: „Die kleine Feier steht hier für etwas Großes, denn diese kleinen Dinge zählen umso mehr in schwierigen Zeiten.“ Und Werkstattleiterin Barbara Grözinger versprach: „Es wird ein Fest geben – aber erst später.“

Bei der kleinen internen Haussegnung waren nur Barbara Grözinger und sowie die drei Gruppenleiter der neuen Werkstatt-Einheit dabei. Zunächst weihte Pfarrer Pokorski im Eingangsbereich das schlichte Holzkreuz. Es wurde – wie die Kreuze der anderen zwei Werkstattgebäude an der Eisenschmelze auch – in der eigenen Schreinerei angefertigt. Pfarrer Pokorski hängte das Kreuz im Foyer auf und segnete anschließend die neuen Räume. Als Dankeschön erhielt er die in den Allgäuer Werkstätten selbst produzierte Seife. „Etwas Praktisches, was man in diesen Tagen sehr gut gebrauchen kann“, lächelte die Werkstattleiterin.

Die Außenansicht der neuen 30er Werkstatt in Sonthofen an der Eisenschmelze 21a.

Mit der neuen 30er-Einheit für Menschen mit seelischer Behinderung und Arbeit plus hat Sont- hofen jetzt auch eine komplette 180er Werkstatt. Insgesamt werden hier drei Gruppen arbeiten: Arbeit Plus unter der Leitung von Madeleine Miller, S-Montage mit Leiterin Daniela Schmutzler und Azubi Matthias Weber. Barbara Grözinger freute sich: „Damit können wir wohnortnah Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen einen Arbeitsplatz bieten.“

Derzeit ist die Werkstatt aufgrund der Corona-Krise allerdings für die Menschen mit Behinderung geschlossen. Das hauptamtliche Personal hält derweil die Produktion aufrecht.

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