Im Spital Sonthofen gibt es Arbeitszeiten, die den Beschäftigten entgegenkommen

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Guter Wille ermöglicht im Spital Sonthofen maßgeschneiderte Dienstpläne (von links): Pflegeassistentin Syndy Ignatovic, Pflegedienstleiter Matthias Böhmer-Seitz und Verena Fedtke, Ressortleitung Qualitätsmanagement.

Sonthofen/Oberallgäu – Wenn Syndy Ignjatovic um 10 Uhr ihre Arbeit als Pflegeassistentin im Spital Sonthofen beginnt, dann ist die alleinerziehende Mutter bereits entspannt in den Tag gestartet.

Mit Tochter und Sohn hat sie gefrühstückt und die beiden in die Schule verabschiedet. Im Haushalt konnte sie morgens schon einiges erledigen, bevor sich die allein erziehende Mutter den Senioren in der Pflegeeinrichtung zuwendet. Um 14 Uhr endet ihr Arbeitstag bei der AllgäuPflege. Denn dann kommen die Kinder von der Schule heim. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mir meine Arbeitszeit selbst auswählen durfte“, sagt die junge Frau. Denn es sei nicht selbstverständlich, dass sich der Arbeitgeber nach den privaten Bedürfnissen der Beschäftigten richte.

Wie Syndy Ignjatovic haben sich auch zahlreiche andere Beschäftigte in den vier Einrichtungen der AllgäuPflege gGmbH in Sonthofen, Immenstadt, Blaichach und Altusried ihre Wunscharbeitszeiten ausgesucht. „Wir gestehen unseren Mitarbeitern maßgeschneiderte Arbeitszeiten zu“, sagt Verena Fedtke, Ressortleiterin des Qualitätsmanagementes. Beispiel Spital Sonthofen: Von den 55 Dienstplänen der Pflegekräfte orientieren sich 50 individuell an den Arbeitszeiten ihrer Ehepartner. Zwar sei die Dienstplangestaltung auf diese Weise eine besondere Herausforderung, gesteht Pflegedienstleiter Matthias Böhmer-Seitz. Dennoch bekomme man dies seit Jahren „gut hin“. In Gedanken geht er bereits noch einen Schritt weiter: Seine Vision ist, dass die Pflegekräfte künftig eine 24-Stunden-Gleitzeit in Eigenregie entwickeln und die Pflegedienstleitung nur noch das „Controlling“ übernimmt.

Den Verantwortlichen der AllgäuPflege ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders wichtig. „Wir möchten, dass sich die Mitarbeiter in unseren Einrichtungen wohl fühlen“, unterstreicht Verena Fedtke. „Unsere Teams zeichnen sich durch hohe Qualifikation, Kreativität, überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und große Motivation aus. Um dies zu erhalten, investieren wir nicht nur gezielt in die Aus- und Weiterbildung, sondern schaffen auch die gewünschten Freiräume.“ Apropos Ausbildung: Demnächst beginnt die Tochter von Syndy Ignjatovic bei der AllgäuPflege eine Ausbildung zur Altenpflegerin.

cis

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