Allgäuweite Müllsammel-Aktion mit 500 Teilnehmern

Eine Tonne Müll im Sack

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Plastikflaschen und vieles mehr: Bei den „Clean-Up-Days“ wurde im Allgäu reichlich Müll gesammelt.

Allgäu – Müll sammeln für den guten Zweck, das hat in Bayern und im Allgäu eine lange Tradition. Doch bis vor einem Jahr gab es nur kleine Initiativen. Dies änderten die Allgäuer Martin Säckl, Raphael Vogler und Simon Abele und riefen die erste allgäuweite Müllsammelaktion ins Leben – die „Allgäu Clean-Up-Days“. Die Aktion fand in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt.

Knapp 500 Teilnehmer in über 200 Teams befreiten an einem Wochenende Mitte August Allgäuer Berge, Flüsse und Seen von Müll. Rund eine Tonne Unrat kam laut den Veranstaltern dabei zusammen. Am häufigsten fanden sie Lebensmittel, Kosmetik, Flaschen und Zigaretten. Der spektakulärste Fund sei ein Computer in der Iller gewesen, so Sprecher Martin Säckl aus Pfronten. Nach den Sammeltouren gaben die Freiwilligen die Müllsäcke an ausgewählten Sammelstationen ab. Die Veranstalter entsorgten sie anschließend.

Im Vorfeld der Aktion hatten sich Sammeltrupps aus Kempten, dem West-, Ost und Oberallgäu auf der Veranstaltungswebseite angemeldet. Sogar Müllsammler aus den österreichischen Alpen mischten sich unter die Teilnehmer. Vom Kindergartenkind bis zum Rentner sei laut den Organisatoren jede Altersgruppe vertreten gewesen. Unter skurrilen Namen wie „Die Trash-Tanten“ oder „Holla, die Bergfeen“ gingen sie auf die Suche.

Das Fazit der Veranstalter fiel nach dem Wochenende positiv aus: „Wir sind begeistert, dass sich die Anzahl der Teams im Vergleich zum letzten Mal mehr als verdreifacht hat. Das zeigt uns, wie wichtig die Natur den Allgäuern ist. Die Funde zeigen aber auch, dass wir die Aktion häufig durchführen müssen bis eine Besserung sichtbar ist.“ Langfristig wollen die Organisatoren und Gründer der Initiative „Patron Plasticfree Peaks“ sich weiterhin dafür einsetzen, dass sich ein Umweltbewusstsein im Allgäu entwickle. „Das Allgäu soll eine müllfreie Region werden. Unsere Vision ist es, dass es die Clean-Up-Days als Veranstaltung irgendwann nicht mehr braucht“, so Säckl.

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