Alte Schule im Gespräch

Alte Schule Bühl: Freundeskreis will alle Betroffenen ins Boot holen

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Mit einer „Umarmung“ der Alten Schule hatte der Freundeskreis Zukunft Alte Schule seine Bemühungen um den Erhalt des Gebäudes plakativ untermauert.

Bühl – Der Abriss ist erst einmal vom Tisch: Ende März haben sich auf Einladung von Pfarrer Helmut Epp Vertreter der Bühler Vereine, Mitglieder der Bühler Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinde St. Stephan, Mitglieder der Kirchenverwaltung St. Nikolaus Immenstadt, zukünftiger Bürgermeister Nico Sentner, Vertreter des Freundeskreis „Alte Schule Bühl“ – darunter das Kernteam des Freundeskreis mit Sprecherin Susan Funk, dem amtierenden Stadtrat Tobias Paintner und Altbürgermeister Gerd Bischoff – zu einer virtuellen Videokonferenz verabredet. Ziel des gut zweieinhalb stündigen Gesprächs war es, die Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft der Alten Schule zu erörtern.

„Nachdem erst Ende März klar wurde, dass der Abbruch der Alten Schule nicht mehr zu vollziehen ist, war dies nicht weiter zu erörtern. Dennoch war es für einige nicht leicht, dies nun hinzunehmen“, so der Freundeskreis in seiner jüngsten Stellungnahme. Die Vertreter der Bühler Vereine und Kirchengemeinde zeigten sich enttäuscht, dass das geplante Dorfgemeinschaftshaus auf dem Standort der Alten Schule nun definitiv nicht realisiert werden könne.

Der Freundeskreis stellte in der Gesprächsrunde seine Finanzierungspläne und das Genossenschaftsmodell vor, sowie ein vorläufiges Nutzungskonzept. Des weiteren stellte der Freundeskreis die Vision vor, dass die Alte Schule und ein zukünftiges Dorfgemeinschaftshaus nebeneinander stehen könnten und sich so gegenseitig bereichern. Voraussetzung für diese Vision wäre allerdings, dass die Katholische Jugendfürsorge einen Teil des Parkplatzes für ein Baugrundstück verkauft oder einem Grundstückstausch zustimmt.

Für Bürgermeisters Nico Sentner wäre der Busparkplatz unterhalb der Kunertvilla für ein Feuerwehrhaus aus einsatztaktischen Gründen ein günstiger Standort. Ferner lasse es die gegenwärtige Coronakrise mit ihren unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen nicht zu, die solide Planung eines Vereinsheims und deren Umsetzung voranzutreiben. Derzeit müsse sich die Stadt auf ihre Pflichtaufgaben konzentrieren, betonte Sentner weiter.

Pfarrer Epp appellierte an alle Gesprächsteilnehmer aufeinander zuzugehen, aufeinander zu hören und „für Bühl das Beste“ aus der Situation zu machen.

Der Freundeskreis will nun versuchen, die Bedürfnisse der Bühler und ihrer Vereine möglichst in seine Planungen einzubeziehen und steht Anregungen und Ideen offen gegenüber. Am meisten würde es den Freundeskreis freuen, heißt es abschließend in der Bilanz zu Gesprächsrunde, wenn sich viele Bühler durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen an der Sanierung der Alten Schule beteiligten. Denn so könnten sie die Zukunft der Alten Schule selbst direkt mitgestalten. Beim Freundeskreis ist man zuversichtlich, dass sich nach vielen Gesprächen und verschiedensten Bemühungen ein Weg abzeichne, wie die Schule erhalten und saniert werden könne.

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