Bundesverdienstmedaille für Anneliese Schickinger

Eine Lebensaufgabe

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Feierstunde im Landratsamt Oberallgäu mit (von links) Landrat Anton Klotz, Anneliese Schickinger, Edeltraut Wagner (Beirätin Kinderschutzbund Immenstadt) und Monika Kohler (Vorsitzende Kinderschutzbund Immenstadt).

Oberallgäu – Das Wohl von Kindern liegt Anneliese Schickinger aus Immenstadt in besonderer Weise am Herzen. Seit nunmehr 38 Jahren ist sie eine der aktivsten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen beim Kinderschutzbund Immenstadt. Für ihr außergewöhnliches Engagement überreichte Landrat Anton Klotz der Immenstädterin jetzt die Bundesverdienstmedaille.

„Die Arbeit im Kinderschutzbund ist für Sie eine Lebensaufgabe“, sagte Klotz bei der Feierstunde im Landratsamt. Anneliese Schickinger stelle ihre eigenen Bedürfnisse hinten an und engagiere sich in jeder freien Minute für den Kinderschutzbund und hilfsbedürftige Familien.

Seit 1978 ist die Immenstädterin Mitglied beim Kinderschutzbund. Nach ihrer Ausbildung zur Familienhelferin ergänzte sie das Team der ehrenamtlich tätigen Familienhelfer. 17 Jahre war Anneliese Schickinger stellvertretende Vorsitzende im Ortsverband, aktuell ist sie als Beirätin tätig. Als Familienpatin betreute sie kontinuierlich Familien in Krisensituationen und schwierigen Lebenslagen. Zudem nahm sie in akuten Notlagen immer wieder Kinder in der eigenen Familie auf. Dank praktischer kompetenter Begleitung konnte sie wiederholt Räumungsklagen, Pfändungen oder Stromabsperrungen abwenden. In mehreren Fällen gelang es ihr, die Unterbringung von Kindern in Heimen zu vermeiden. Daneben bearbeitete sie Anträge und gestaltete die Homepage sowie die Flyer des örtlichen Kinderschutzbundes.

Projekte aktiv begleitet

Kontinuierlich nahm Anneliese Schickinger an örtlichen und überregionalen Fortbildungen und Tagungen teil. Dadurch hat sie sich für alle Bereiche ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten in besonderer Weise qualifiziert. Mit Geduld und Beharrlichkeit setzte sie sich für die Entwicklung von Konzepten bei neuen Projekten ein. So hat sie das Projekt „Frühe Hilfen“ von Anfang an mitentwickelt, begleitet und umgesetzt. Auch war sie aktiv bei der Gründung des Elterncafés, der Gruppe „Leben mit Neugeborenen“, bei der Einrichtung einer Kinderbetreuung und beim Ausbildungskonzept Frühförderpaten. Zudem organisierte die Immenstädterin Fachvorträge mit bis zu 600 Besuchern. Über viele Jahre vertrat Anneliese Schickinger den örtlichen Kinderschutzbund im Sozialbeirat der Stadt Immenstadt. Aktuell arbeitet sie engagiert im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Oberallgäu mit.

cis

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