Arbeitslosenquote im Juni im Allgäu 2,5 Prozent

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Symbolfoto

Im bayerischen Teil des Allgäus stand die Ampel für den Arbeitsmarkt im Juni auf grün. Betriebe suchten nach Arbeitskräften und die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ging weiter zurück. Aktuell sank die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre in einem Juni: 2,5 Prozent.

Bei den Vermittlern der Agentur für Arbeit und in den sieben Jobcentern waren 9.200 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, gut 350 weniger als im Monat zuvor. Der Vergleich mit dem Juni des Vorjahres zeigt einen Rückgang um mehr als 1.100 arbeitslose Menschen. Anhaltend stark blieben Arbeitskräfte gefragt. Arbeitgeber boten insgesamt knapp 7.300 Beschäftigungsmöglichkeiten zur Besetzung an, ähnlich viele wie im Monat zuvor.

„Der Arbeitsmarkt hat sich im Allgäu auch im Juni sehr dynamisch gezeigt. Die Einstellungsbereitschaft der Betreibe blieb quer durch viele Branchen weiter hoch und sorgte für zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Davon profitiert auch eine Reihe von geflüchteten Menschen. Insbesondere in Produktionsbetrieben, Gastgewerbe, Logistik und im Handwerk haben sie Arbeitsplätze erhalten.“

Personen, die als Asylberechtigte anerkannt sind oder denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen so genannten subsidiären Schutz zuerkannt hat, dürfen unbeschränkt einer Beschäftigung nachgehen. Menschen, die sich noch im Asylverfahren befinden, erhalten eine Aufenthaltsgestattung. Sie können nach einem dreimonatigen Aufenthalt und Prüfung, ob Deutsche oder EU-Angehörige für eine bestimmte Beschäftigung bevorrechtigt zur Verfügung stehen, eine Genehmigung der Ausländerbehörde zur Ausübung einer Beschäftigung erhalten.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit waren im Juni dieses Jahres 500 Menschen mit Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet. Innerhalb der letzten zwölf Monate haben aus nichteuropäischen Hauptherkunftsländern jeweils zwischen 16 und 42 arbeitslose Frauen und Männer eine neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Viele von ihnen begannen eine Tätigkeit im Helferbereich in Gastronomie oder Baugewerbe. Auch der Logistiksektor sowie die Zeitarbeit boten Arbeitsplätze an. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist insbesondere bei Geflüchteten aus Syrien, Eritrea, Irak und Afghanistan seit 2015 gewachsen. Nach Abschluss von sprach- und berufsbezogenen Maßnahmen sind weitere Arbeitsaufnahmen zu erwarten.

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