Keine Steinzeitsiedlung gefunden

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Einige der bearbeiteten Steine, die auf dem Grabungsgelände gefunden wurden.

Immenstadt – Die archäologischen Untersuchungen in Bühl, die im Rahmen der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für das Alpsee Natur- und Aktiv Hotel durchgeführt wurden (wir berichteten) sind abgeschlossen.

Nach Auswertung der Untersuchungen stehe aus Sicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege einer Baufreigabe nichts mehr entgegen, erklärt die Stadt Immenstadt in einer Pressemeldung.

Vor einigen Jahren hatte ein privater Sammler auf dem Gelände des geplanten Hotels kleinere Funde gemacht und diese dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) gemeldet. Die Denkmalpfleger hatten das Gebiet deshalb als Bodendenkmal in der Denkmalschutzkarte markiert. Im Rahmen der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes wurde von Seiten des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) eine umfangreiche archäologische Untersuchung des Grundstückes gefordert.

Die Stadt Immenstadt als Grundstückseigentümer gab diese Untersuchungen in Auftrag. Der Archäologie Service Franken, ein auf solche Grabungen spezialisiertes und vom BLfD anerkanntes Unternehmen, hatte in dreiwöchiger Arbeit die erforderlichen Unter- suchungen vorgenommen.

Hierbei wurden mehrere kleinere Suchschlitze über das Grundstück verteilt angeordnet. Zum Abschluss der Untersuchungen wurde vom Betriebshof der Stadt unter Anweisung des Grabungsleiters ein etwa 70 Meter langer Suchschlitz quer über das komplette Grundstück gezogen. Die Archäologen werteten das Aushubmaterial aus.

Im Zuge der Untersuchung kamen nur wenige Fundstücke zu tage, so dass laut Pressemitteilung Seitens des Grabungsleiters ausgeschlossen wurde, dass sich auf dem Grundstück eine Siedlung aus der Steinzeit befand. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Funde, allesamt kleine behauene Steinfragmente, durch natürliche Bodenbewegungen hier her geschwemmt wurden.

Mit Schreiben des Bundesamtes für Denkmalpflege vom 17. November wurde der Stadt nun bescheinigt, dass die Belange der Bodendenkmalpflege nicht mehr berührt werden. Einer Baufreigabe stehe nichts mehr entgegen.

Im Alpsee selbst hat das Bundesamt auch ein Bodendenkmal kartiert. Hierbei sollte es sich um Pfähle handeln, die auf die Steinzeit hindeuten. Im Rahmen der Untersuchungen wurden auch diese Funde näher betrachtet. Hierbei stellte sich heraus, dass die Pfahlreste vor einigen Jahren bereits von der Universität Heidelberg untersucht wurden. Das Ergebnis dieser Untersuchung lässt darauf schließen, dass die Pfähle ein Alter von rund 300 Jahren haben. Der Untersuchungsbericht ging anscheinend über die Jahre verloren.

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