Remis nach 24 Zügen

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Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp voller Konzentration beim Spiel gegen die Schach-Bambini vom SKI 09.

Immenstadt – Einen besonderen Gast konnten die Bambini vom Schachklub Immenstadt vergangenen Dienstag begrüßen: Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp lieferte sich eine spannende Partie Schach mit den Kindern – eine ausgewogene Partie, die schließlich mit einem Remis endete.

Seit Wochen schon hatten die sechs- bis zehnjährigen Nachwuchsschachmeister vom SKI 09 diesem Tag entgegengefiebert. Jeden Dienstag wieder die Frage an ihren Schachlehrer Wolfgang Max Schmitt: „Wann kommt endlich der Bürgermeister?“

Dann war er endlich da, und Armin Schaupp bekannte, dass er seit fünf Jahren nicht mehr Schach gespielt habe. Nun ging es erst einmal darum, wie eigentlich gespielt werden solle: alle Kinder gemeinsam gegen den Bürgermeister oder lieber eine Runde Blitzschach, das heißt, Schaupp gegen jeden Einzelnen an verschiedenen Schachbrettern. Frei nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ entschieden die Bambini, im Team gegen Armin Schaupp anzutreten.

Dann ging es also los, Einer gegen Zehn. Alle spielten hochkonzentriert, sehr bald gingen die Kinder Schaupp in die Falle, konnten ihren Turm jedoch durch einen geschickten Zug noch retten. Ein paar Züge später folgte schon die nächste Falle – die Bambini erkannten sie jedoch, sonst hätte es nach der nächsten Aktion des Bürgermeisters „Schach matt“ geheißen. Doch auch Schaupp kam einige Male in Bedrängnis, und so boten die Bambini dem Bürgermeister nach einer ausgewogenen Partie nach 24 Zügen ein Remis an.

Schaupp nahm das Remis an. „Ihr seid gut!“, sagte er zu den Kinder, die über das Lob sichtlich stolz waren.

Dann durften die Kinder Armin Schaupp noch Fragen stellen. „Wie ist es so, wenn man Bürgermeister ist?“, wollte der sechsjährige Moritz wissen. Das Bürgermeisteramt sei eine interessante Aufgabe, die tagtäglich Überraschungen liefere, antwortete Schaupp, es sei niemals langweilig. Allerdings müsse ein Bürgermeister sehr stark sein, viel innere Kraft haben. „Und du solltest gut Schach spielen können!“ Warum denn seine Schule kein Schwimmbecken bekomme, fragte Luis (9). Ein Schwimmbecken sei sehr teuer, antwortete Schaupp, und auch eine Stadt müsse sparen. In und um Immenstadt gäbe es sehr viele Möglichkeiten, schwimmen oder plantschen zu gehen.

Zum Abschluss bedankte sich Jugendleiter Wolfgang Max Schmitt bei Schaupp für seinen „ersten Besuch beim Schachklub Immenstadt“. Er hob hervor, wie wichtig die Jugendarbeit der Vereine sei. Dass Integration auch beim Schach funktioniere, zeige sich in den unterschiedlichen Herkunftsländern der Bambini. Auch Kinder von Asylbewerbern spielten von Zeit zu Zeit mit.

Eva Veit

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