ATP-Turnier mit Top-Feld

Das 18. ATP-Challenger-Turnier um den Oberstaufen-Cup 2009 (4. bis 12. Juli) ist so hochkarätig besetzt wie noch nie zuvor: Mit dem Argentinier Martin Vassallo-Arguello, Nummer 57 der ATP-Weltrangliste, und dem Franzosen Nicolas Devilder (68.) führen erstmals in der Geschichte des beliebten Tennisturniers im Allgäu zwei Spieler aus dem Kreis der besten 70 Tennisspieler der Welt das Feld an. Vorjahressieger Lukasz Kubot (Polen, 133), Lokalmatador Dieter Kindlmann (Blaichach, 204) und der an drei gesetzte Michael Berrer (Stuttgart, 104) vervollständigen das Sensationsfeld der Veranstaltung, die mit insgesamt 60000 Dollar dotiert ist.

„Als ich die Meldeliste gesehen habe, dachte ich, mich trifft der Schlag, denn so ein starkes Feld hatten wir noch nie. Es ist absolut ungewöhnlich, dass sich Spieler aus den Top 100 der Welt für ein 60000-er-Challenger anmelden“, freut sich Turnierdirektor Hans Hermann. Zum Vergleich: Im Vorjahr war Björn Phau als 160. der ATP-Weltrangliste die Nummer eins im Allgäu. Wie beliebt das Allgäuer Tennisturnier bei den Profis ist, beweist die Tatsache, dass mit Vassallo-Arguello (2003), Kindlmann (2004) und Kubot (2008) gleich drei ehemalige Turniersieger in Oberstaufen aufschlagen. „Das gab es noch nie“, so Hermann. Die Allgäuer Tennisfans werden vor allem Dieter Kindlmann aus Blaichach die Daumen drücken. Der 27-jährige Oberallgäuer ist drauf und dran, nach zweijähriger Durststrecke wieder unter die Top 200 der Welt zu gelangen. „Dieter war immer ein Publikumsmagnet. Es freut mich riesig, dass er heuer wieder mit dabei ist“, sagt Pressechef Ingo Jensen. Zugpferd der 18. Auflage um den Oberstaufen-Cup ist Martin Vassallo-Arguello aus Argentinien. Der 29-jährige Rechtshänder ist ein ausgesprochener Sandplatz-Liebhaber. Alle acht seiner bisherigen Challenger-Siege erreichte der „Gaucho“ auf sandigem Untergrund. Im Jahr 2009 schwimmt Vassallo-Arguello ohnehin auf der Erfolgswelle: Er debütierte für Argentinien beim 5:0-Davis-Cup-Sieg gegen Holland im Doppel und erreichte Ende April mit Position 47 seine bislang beste Einzelplatzierung in der Weltrangliste. Zwar gelang dem Südamerikaner in der ersten Jahreshälfte noch kein Challenger-Turniersieg, aber mit dem Erreichen der zweiten Runde bei den French Open in Roland Garros (Paris) erzielte Vassallo-Arguello immerhin sein zweitbestes Resultat bei Grand-Slam-Turnieren. Mit dem Franzosen Nicolas Devilder jagt im Allgäu ein weiterer Sandplatz-Spezialist der gelben Filzkugel nach. Der ebenfalls 29-Jährige fühlt sich auf der roten Asche am wohlsten, wie ein Blick in die Statistik eindrucksvoll belegt: Acht seiner neun Challenger-Siege holte der Linkshänder, der die Rückhand beidhändig schlägt, auf Sand. Wie es sich anfühlt auf deutschem Boden zu gewinnen, weiß der Routinier spätestens seit seinem Erfolg bei den NordLB Open in Braunschweig im Jahr 2008. Binnen fünf Wochen gelang es Devilder im Vorjahr, drei Challenger-Siege einzufahren. „Dass wir zwei so erfolgreiche und erfahrene Tennisspieler als Zugpferde für unser Turnier gewinnen konnten, ist riesig. Für die Zuschauer ist das der absolute Hit. Sie bekommen Tennis auf höchstem Niveau geboten“, sagt Hermann. Auch der Vorjahrssieger Lukasz Kubot aus Polen schlägt erneut in Oberstaufen auf. Vielleicht ist der groß gewachsene 27-Jährige ja der Erste in der Turniergeschichte, dem es gelingt, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Von seinen 16 Vorgängern schaffte das bisher keiner. Der Vorjahressieger ist auch 2009 „gut in Schuss“. Kubot erreichte als erster Pole seit 26 Jahren wieder bei den Serbia Open ein Finale bei einem Turnier der ATP-Tour und gab auch mit der geschafften Qualifikation für die French Open ein gutes Bild ab. Kubot ist in Oberstaufen wieder an Position vier gesetzt. Allerdings dieses Jahr mit einem ATP-Ranking von 133, im Vergleich zu Platz 215 im Vorjahr. Beim Oberstaufen-Cup 2009 kämpfen insgesamt 32 Spieler im Hauptfeld um begehrte Weltranglistenpunkte. Das Hauptfeld startet mit der ersten Runde am Montag, 6. Juli. Bereits am Wochenende zuvor, also Samstag und Sonntag, 4./5. Juli, geht es für maximal 32 Spieler darum, sich einen von insgesamt vier freien Plätzen für das Hauptfeld zu ergattern. Weitere Infos im Internet unter www.oberstaufen-cup.de.

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