Ausbau der Oberallgäuer Kreisstraßen geht weiter

Der Landkreis investiert

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Der Landkreis baut: Bei Westerhofen (Foto) wird gerade der zweite Bauabschnitt der OA 5 in Angriff genommen und im Sommer geht es auf dem Riedbergpass weiter.

Oberallgäu - Im Landkreis Oberallgäu wird weiter gebaut. Neben der Dauerbaustelle Riedbergpass-Straße steht mit der Ortsumfahrung Betzigau eine neue Maßnahme im Mittelpunkt. Und bei Ofterschwang geht der Ausbau der Kreisstraße OA 5 in die „zweite Runde“.

Noch einmal richtig „zur Sache“ geht es am Riedbergpass. Hier wird im Bauabschnitt XII auf einem rund 900 Meter langen Bereich westlich des Passhochpunktes ein Lückenschluss zwischen zwei bereits neu gebauten Teilstücken auf Balderschwanger Seite in Angriff genommen. Damit soll das „sicherlich schlechteste Teilstück am Riedbergpass“ beseitigt werden, so Christoph Wipper von der Tiefbau-Verwaltung des Landkreises. Mit inbegriffen sei zudem der aufwändige Neubau der Brücke „Untere Hörnle“. Kosten: rund 2,5 Millionen Euro.

In mehreren Etappen wird die Renkertobelbrücke neu erstellt und das Teilstück auf der eigentlichen Passhöhe ausgebaut werden. Sobald es die Schneelage zulässt, werden die notwendigen Rodungsarbeiten durchgeführt und das Baufeld mit einer provisorischen Straße erschlossen. Auf Balderschwanger Seite muss die Fahrbahn der OA 9 dazu in einem Teilstück verlegt werden.

Dann geht es „ans Eingemachte“ mit der Vorbereitung des Brückenneubaus. Wipper beschreibt diesen Akt als „einfache Brückenkonstruktion in sehr schwierigem Gelände“. Falls es der Fortgang der Arbeiten zulasse, sollen heuer noch voraussichtlich im August – die Tiefgründung und die Fundamente der neuen Renkertobelbrücke angepackt werden. Kosten für das laufende Jahr: knapp 700 000 Euro.

Landrat Gebhard Kaiser verweist auf den Zuschuss in Höhe von 90 Prozent, der vor Jahren für die Maßnahmen an der eigentlichen Passstraße – der höchstgelegenen in Deutschland – ausgehandelt werden konnte. Es gelte, die Zeit zu nutzen, so Kaiser, der auf einen Baubeginn schon Ende Juni hofft. „Wir müssen da zügig vorankommen.“

Der eigentliche Brückenbau soll im Jahr 2015 stattfinden. Dann werde Wipper zufolge auch der Anschluss an die ausgebauten Abschnitte auf Balderschwanger Seite erreicht. Und im Jahr 2016 geht es auf Obermaiselsteiner Seite mit dem Straßenbau, der Neugestaltung der Passhöhe und der Grasgehren-Zufahrt weiter.

Ein neuer Schauplatz wird schon im Mai bei Betzigau eröffnet mit dem Neubau der OA 18 / 23 als Ortsumfahrung Betzigau. Ein langjähriger Missstand werde damit behoben und gleichzeitig die Anbindung des Gewerbegebietes an das überregionale Verkehrsnetz mit der Bundesautobahn A7 erreicht.

Knackpunkte dürfte dabei die zweimalige Querung der Bahnlinie Kempten - München sein. Hier müssen Wipper zufolge Nachtfahrpausen genutzt werden wenn etwa die Tiefgründung der Brücke über den Betzigauer Bach angegangen werde.

Der eigentlichen Brückeneinschub soll im Sommer des Jahres 2015 bewerkstelligt werden. „Dann ist was los!“ so der Kommentar von Landrat Kaiser. Er hoffe, dass man bald besichtigen könne „wie es gemacht wird und nicht mehr was gemacht wird“. Froh ist Kaiser, dass es gelungen sei, das Projekt ohne Rechtsstreit durchzuziehen. Der Straßenneubau nördlich der Bahnlinie ist für das Jahr 2016 vorgesehen. Kosten: 15 Millionen Euro. Fortgesetzt wird schließlich der Ausbau der Kreisstraße OA 5 bei Ofterschwang. Nach dem ersten Bauabschnitt, der im vergangenen Jahr bereits fertiggestellt wurde, ist heuer das knapp zwei Kilometer lange Teilstück mit zwei Brückenbauwerken zwischen Ofterschwang und dem Ortsrand bei Westerhofen an der Reihe. Kosten: rund 2,5 Millionen Euro.

Josef Gutsmiedl

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