Bosch Blaichach: Hohe Auszeichnung für "schlanke Produktion"

Ein Preis für die Belegschaft

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Die beiden Geschäftsführer Johannes Lauterbach (links) und Rupert Hoellbacher  nahmen den Preis für „schlanke Produktion“ entgegen.

Blaichach / Immenstadt – Bosch versteht sich in der innovativen Tradition des Firmengründers. Und Bosch behauptet seine Führungsrolle bei der konsequenten und erfolgreichen Umsetzung von „Industrie 4.0“.

Zum zweiten Mal wurde dieser Einsatz jetzt belohnt und mit einer Auszeichnung gewürdigt: Das Werk der Robert Bosch GmbH in Blaichach / Immenstadt ist Gewinner des „Automotive Lean Produktion Award“. Der Wettbewerb zeichnet erfolgreiche Projekte zahlreicher Unternehmen in ganz Europa aus, die sich dem Konzept der schlanken Fertigung verschrieben haben.

Schlank sein lohnt sich. Es dient dem körperlichen Wohlbefinden, ist Ausdruck von Gesundheit. Aber auch „gestandene Unternehmen“ profitieren offenbar davon, wenn sie keine überflüssigen Pfunde mitschleppen, sich „sportlich“ ausrichten, schnell und flexibel sind. Auf diesen Nenner brachte Johannes Lauterbach, Kaufmännischer Geschäftsführer der Bosch-Werke in Blaichach und Immenstadt, den jüngsten Sieg beim aktuellen Wettbewerb für „schlanke“ Produktion. Zusammen mit dem Technischen Geschäftsführer, Rupert Hoellbacher, gab er die Auszeichnung noch vom Podium der Siegerehrung in Immenstadt-Seifen weiter: „Diese Auszeichnung gehört der ganzen Belegschaft!“

Geschenkt wird den teilnehmenden Unternehmen des Wettbewerbes, den die Unternehmensberatung Agamus Consult in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift „Automobil Produktion“ seit elf Jahren ausschreibt, nichts. Es beginne mit einer Fragebogenaktion und die 100 aussichtsreichsten Kandidaten werden im Anschluss einer umfassenden Analyse unterzogen, wie Markus Greimel von Agamus den groben Ablauf des Wettbewerbes skizziert. Dennoch: auch wer es nicht in die Spitzengruppe schaffe, könne von dem externen Feedback profitieren, Schwachstellen entdecken und seine Strategie anpassen, Abläufe überdenken und optimieren und das Unternehmen besser aufstellen, so Greimel weiter. „Der Kunde will ja keine Fehler in der Produktion bezahlen, sondern ein exzellentes Produkt erwerben“, beschreibt Greimel den Hintergrund.

Um dieses hohe Ziel optimal zu ereichen, setzt Bosch bei der Produktion seiner Einzelkomponenten für die Automobilbranche auf die Vernetzung aller Abläufe: Industrie 4.0 im gesamten laufenden Betrieb. Fehler und Störungen sollen vermieden werden und, wenn sie doch auftreten, möglichst schnell und ein für allemal beseitigt werden. Problemlösungen werden zentral und weltweit rund um die Uhr vorgehalten, liegen quasi „in der Schubalde“ und können im Fall des Falles genutzt werden. Experten in aller Welt sind schnell erreichbar wenn‘s „brennt“. Jeder Stillstand in der Produktion kostet letztlich Geld.

War es im Vorjahr die „innovative Werksstrategie“, für die Bosch ausgezeichnet wurde, ist es heuer der „Reifegrad“, den das Werk bei seinem Weg in Richtung Industrie 4.0 bereits erreicht habe, betont die Laudatio bei der diesjährigen Siegerehrung. „Das sucht europaweit seinesgleichen“, so das Urteil der Agamus-Jury. Das Werk verfolge sowohl auf Werksebene als auch bei der international vernetzten Produktion eine „stringente Strategie für die stufenweise Weiterentwicklung von Industrie 4.0“.

Josef Gutsmiedl

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