Auszeichnung für Verdienst im Ehrenamt

Landkreis Oberallgäu sucht engagierte Bürger und Bürgerinnen im Ehrenamt

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Jedes Jahr zeichnet der Bayerische Ministerpräsident Ehrenamtliche mit dem Abzeichen aus. 2019 erhielten 92 Ehrenamtliche den Orden.

Oberallgäu – Im Landkreis Oberallgäu ist ehrenamtliches Engagement tief verwurzelt. Gerade jetzt in dieser sehr fordernder Zeit wird bewusst, was das Ehrenamt für uns alle bedeutet. Überall begegnen einem Frauen und Männer, die in allen gesellschaftlichen Bereichen ehrenamtlich aktiv sind; sie arbeiten in Gemeinden oder Kirchen, in Vereinen, bei Hilfsdiensten oder in anderen sozialen Projekten.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde zur Hervorhebung ehrenamtlicher Tätigkeit im örtlichen Bereich geschaffen. Mit der öffentlichen Würdigung wird dieser ehrenamtliche Einsatz für eine lebendige Gesellschaft betont und das Bewusstsein für Gemeinsinn und Solidarität belebt und gestärkt. Die Auszeichnung ist breit angelegt, sodass in jeder Gemeinde auszeichnungswürdige Personen gefunden werden können.

Obwohl viele Frauen ehrenamtlich tätig sind, werden diese selten für eine Auszeichnung vorgeschlagen. Deshalb ruft der Landkreis Oberallgäu Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich dazu auf, auch Frauen für die Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten vorzuschlagen.

Voraussetzungen 

Voraussetzung für diese Ehrung ist, dass sich die vorgeschlagene Person seit mindestens 15 Jahren ehrenamtlich engagiert. Es sollen Menschen geehrt werden, die sich durch ihre langjährige, aktive ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen, Organisationen oder sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen für eine Auszeichnung verdient gemacht haben. Die Person sollte in einer Organisation im örtlichen Bereich tätig sein. Die Organisation muss gemeinnützig und fremdorientiert sein. Es soll kein wirtschaftliches oder berufsständisches Eigeninteresse bestehen. Der Einsatz muss hervorragend, über vergleichbare Funktionsträger hinausgehend und unentgeltlich erbracht werden. Das Ehrenzeichen kommt nicht in Betracht, wenn bereits ein Bundesorden verliehen wurde. Kommunale Selbstverwaltung, FFW, BRK und THW sind von der Auszeichnung ausgenommen, da hier spezielle Ehrenzeichen bestehen.

Die Übernahme von Vereinsfunktionen ist nicht erforderlich, schließt aber eine Verleihung nicht aus. Gefordert wird jedoch eine ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb einer Organisation. Ehrenamtliche Arbeit als „Einzelkämpfer“ oder im zwischenfamiliären bzw. nachbarschaftlichen Selbsthilfebereich scheidet für das Ehrenzeichen aus, kann aber ggf. mit einem Bundesorden gewürdigt werden.

Beispiele für Nominierungen

Für eine Auszeichnung kommen folgende Organisationen und Tätigkeiten in Betracht:

  • Kirchlicher Bereich: Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Mesnerin, Frauenbund, sonstige Mitarbeit in Pfarreien, Ortscaritasverbänden, geistlichen Gemeinschaften
  • Kultureller und musikalischer Bereich: Heimatvereine, Kulturwochen, Theatergruppen, Fördervereine, Mitarbeit in Büchereien, ehrenamtliche VHS-Leiter, Chorleiter, Musikalische Vereine, Spielmannszüge - Brauchtumsorientierte Vereine: Trachten, Ortsbäuerinnen, Gartenbauvereine
  • Sportvereinsfunktionäre oder andere Mitglieder: Abteilungs- oder Übungsleiter, Gymnastikgruppen, Motorsport, Schachgruppe, Skiclubs, Schützenvereine
  • Sozialer Bereich: Arbeit in Wohlfahrtsverbänden, VdK, Kindergruppen, Jugendarbeit, Seniorenklubs, Behindertenclubs, Kranken- und Alten-Besuchsdienste, Selbsthilfegruppen, Aussiedler- / Asylbewerberbetreuung, Krieger-, Soldaten- und Reservistenvereine - Naturschutzgruppen, Tierschutz, örtliche Verkehrswachtarbeit / Schulweghelfer
  • Sonstige örtliche Gemeinschaftsaktionen oder Unterstützungsvereine

Die Vorschläge können per E-Mail an das Landratsamt Oberallgäu, Landratsbüro, Frau Marita Lipp gesendet werden: 

marita.lipp@lra-oa.bayern.de

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