Trumpfkarte Herzlichkeit

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Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (von links) zeichnete auch Florian und Birgit Zobel aus Oy-Mittelberg mit dem „Goldenen Gockel 2018“ aus.

Mit dem „Goldenen Gockel“ wurden jetzt 20 Ferienhöfe Bayerns ausgezeichnet. Das Prädikat bekommen die gastfreundlichsten Anbieter von Urlaub auf dem Bauerrnhof vom Landesverband Bauernhof- und Landurlaub aufgrund ihrer Online-Bewertungen durch die Gäste. Elf der ausgezeichneten Höfe befinden sich im Allgäu.

Die Gastgeberin der dritten Runde um den „Goldenen Gockel“, Angelika Soyer vom Ferienhof Soyer in Rettenberg, kann übrigens mitreden: Im vergangenen Jahr zählte ihr Betrieb ebenfalls zu den Preisträgern.

Was der Filmpreis Oscar für die Filmwelt bedeute, sei der „Goldene Gockel“ für den Urlaub auf dem Bauernhof, meinte die Erste Vorsitzende des Landesverbandes Urlaub auf dem Bauernhof in Bayern, Gerda Walser. Wo andere Produktneuheiten normalerweise drei bis fünf Jahre Anlaufzeit benötigten, habe das Prädikat für besonders gastfreundliche Bauernhöfe „eingeschlagen wie eine Bombe“. Der Erfolg sei einmal Ausdruck der guten Arbeit der ausgezeichneten Betriebe, zum anderen auch ein zusätzlicher Aufwand, weil man die Gäste auch noch dazu ermuntern müsse, eine Bewertung anzustoßen. Ausschlaggebend waren die rund 14 000 Online-Gästebewertungen für die 1 400 beim Landesverband gelisteten bayerischen Betriebe. „Jeder Betrieb hat damit die gleiche Chance, unabhängig von seiner Größe“, erläuterte Gerda Walser das Prinzip, das ohne „menschliche Juroren“ eine faire Beurteilung erlaube. Die Gewinner bekommen nicht nur eine Urkunde und Plakette – sie können das Prädikat auch für eigene weitere Werbemaßnahmen nutzen.

„Gastfeundlichkeit ist unheimlich wichtig“, brachte Angelika Soyer, Vorsitzende des Anbietervereins „Mir Allgäuer“, ihre langjährige Erfahrungen beim Urlaub auf dem Bauernhof auf den Punkt. Die gelebte Herzlichkeit entschuldige manches andere, weiß sie.

Und der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz ergänzte: „Diese Form des Urlaubs hat für den Allgäuer Tourismus eine enorme Bedeutung.“ Mehr als 15 Prozent der rund 9 Millionen Übernachtungen in der Region seien diesem Segment zuzuschreiben. „Die Menschen suchen Naturnähe, das Kleinräumige – Heimat auf Zeit.“ Umso wichtiger sei es, die Möglichkeiten für die bäuerliche Landwirtschaft auch in dieser Hinsicht zu fördern. Zu viel Bürokratie und Starrheit seien gerade beim Baurecht oftmals hinderlich.

Dass man für die bäuerlichen Betriebe und die ländlichen Strukturen in dieser Hinsicht „etwas tun“ müsse, untertrich auch Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaele Kaniber, die den Vetretern der diesjährigen Goldenen-Gockel-Prädikate das Zertifikat und die Plakette überreichte. „Sie haben mit Service, Qualität und mit großer Gastfreundschaft gepunktet. Das haben Ihre Gäste honoriert und im Internet entsprechend bewertet. Darauf dürfen Sie zu Recht stolz sein!“ Nirgendwo sonst könnten Gäste das ursprüngliche, das authentische Bayern so hautnah erfahren wie auf den Urlaubshöfen; nirgendwo werde Heimat, Traditin und Brauchtum so unmittelbar gelebt, so sie Staatsministerin.

gts

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