Baumit setzt Erfolgskurs fort

Die Strategie, die auf Netzwerke und Partnerschaft setzt, geht für Baumit auf, meinten Vertriebs-Chef Heiko Werf (von links), Marketingleiter Bernd Frey, Geschäftsführer Ludwig Soukup und Kongressleiterin Heike von Küstenfeld. Fotos. Josef Gutsmiedl

Zufrieden mit „dem Geschäft“ im zurückliegenden Jahr zeigt sich die Baumit-Unternehmensführung. Anlässlich der Eröffnung des jüngsten Allgäuer Baufachkongresses in Oberstdorf zog man nicht nur eine positive Bilanz, sondern warf einen optimistischen Blick voraus. Eine „generell gute Stimmung“, die Geschäftsführer Ludwig A. Soukup ausmacht, habe auch der Baumit GmbH ein gutes Jahr beschert. Der Allgäuer Baustoffproduzent mit Hauptsitz in Bad Hindelang steigerte den Umsatz um fünf Millionen Euro auf 150 Millionen. „Die Marktentwicklung war für Baumit sehr gut“, bringt Soukup seine Bilanz auf den Punkt.

Dieser Schwung soll Baumit auch heuer weiter tragen. Die Nachfrage steige im Zuge von Baumaßnahmen, Modernisierungen, Renovierungen und energetischen Sanierungen von Gebäuden. Baumit, so Soukup weiter, ernte die Früchte der vergangenen Jahre. Das Unternehmen sieht sich unangefochten als „der Partner“ der Baubranche. Zudem sei Baumit jetzt flächendeckend im Bundesgebiet präsent, nachdem eine Lücke in NordDeutschland geschlossen werden konnte. Sorge bereitet dem Geschäftsführer jedoch die Preisentwicklung auf dem Rohstoffmarkt. Hier werde man mit den bekannten, langfristigen Preislisten in Zukunft nicht mehr weiter kommen, sondern flexiblere Lösungen antreben. Kritik übt Soukup schließlich an den Entscheidern in der Politik: „Die Landschaft der Fördermöglichkeiten bei Moderni-sierungsmaßnahmen ist zu komplex.“ Der Laie blicke da nicht mehr durch. Es werde höchste Zeit, dass Bund und Länder einig würden. Jeder in Modernisierung investierte Euro löse Steuereinnahme von drei Euro aus, rechnet Ludwig Soukup vor. „Das stimuliert den Markt.“ Pünktlich zum 10. Allgäuer Baufachkongress stellt das Unternehmen sein neues Baumit-Life-Farbsystem vor. 888 Farbtöne können mit dem System dargestellt werden. Darüber hinaus werden unterschiedliche Putzstukturen in jedem Farbton dargestellt. „Wir können richtig stolz darauf sein - und sind es auch“, so Vertriebs-Chef Heiko Werf zum jüngsten Baumit-Kind. Baumit investiert derzeit in alle Standorte. Schwerpunkt heuer ist Landsberg/Lech wo unter anderem ein Bürogebäude gebaut wird. Und auch am Stammsitz Bad Hindelang stehen die Zeichen auf Modernisierung - hier entsteht ein neues Schulungsgebäude, das im Mai fertig sein wird. Seine Partnerschaft mit allen Gewerken der Baubranche pflegt Baumit seit den 1990er Jahren nicht zuletzt mit Veranstaltungen wie dem alle zwei Jahre stattfindenden Baufachkongress. Der „Stundenplan“ für den 10. Kongress bot an drei Tagen ein breit gefächertes 70-Stunden-Programm mit 60 Fachvorträgen und 55 Referenten. „Schon Wochen vor dem Termin waren die Veranstaltungen ausgebucht“, berichtet Heike von Küstenfeld, bei der die Fäden der Kongress-Organisation zusammenlaufen. Thematisch setzte Baumit mit seinen Partnerunternehmen beim „Jubiläumskongress“ in Oberstdorf weiter auf die Bereiche Energie, Modernisierung, Vermarktung und Netzwerkbildung. Die größte Besuchergruppe unter den 1350 Teilnehmern stellte das Handwerk mit 45 Prozent, gefolgt vom Baustoff-Fachhandel (24) und Architekten, Planern, Wohnungsbau-Gesellschaften. Das Thema „Netzwerke knüpfen“ versteht Baumit als „langfristige Aufgabe“, wie Marketing-Leiter Bernd Frey betont. Hier böten sich in der Baubranche noch viele Möglichkeiten zum Blick über den Tellerrand hinaus und viele Schnittstellen. Auch im Unternehmen selbst soll das Netzwerk wachsen. So ist eine eigenes Mitarbeiter-Magazin geplant. Die Attraktivität als Arbeitgeber soll durch Sport- und Gesundheitsangebote gesteigert werden, aber auch durch Schulungen und neue Möglichkeiten zur Mitgestaltung.

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