Baumit will mehr Netzwerke

Auf ein gutes Jahr für das Unternehmen Baumit blickt Geschäftsführer Ludwig Soukup zurück. Anlässlich des Allgäuer Baufachkongresses in Oberstdorf zeigte sich Soukup zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens und seinem Oberallgäuer Baumit-Standort in Bad Hindelang. Das Prinzip des Miteinanders aller am Bau Beteiligten will Baumit weiter voranbringen und Netzwerke fördern und ausbauen. Der im Turnus von zwei Jahren im Oberallgäu stattfindende Baufachkongress will diesem Prozess dienen. Mit mehr als 1300 Teilnehmern verzeichnete der dreitägige Kongress erneut eine Rekordbeteiligung.

„In Anbetracht der Umstände ein sehr gutes Jahr für Baumit“, stellte Geschäftsführer Ludwig Soukup in seinem Blick auf das Jahr 2009 fest. Auch wenn man in Zeiten der Rezession bescheidener würde, so Soukup weiter, könne das Unternehmen zufrieden sein. Entgegen der Erwartungen hätten Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II für Baumit bislang keinen spürbaren Nachfrageschub bewirkt. Als Zugpferd habe sich dagegen das Feld der energetischen Sanierungen und Modernisierungen erwiesen. Während die Nachfrage beim Neubau eingebrochen sei, bildeten Modernisierungsmaßnahmen beim Endverbraucher den Schwerpunkt des Geschäftes. Wärmedämm-Verbundsysteme seien eine wesentliche Säule, skizzierte Ludwig Soukup den Markt. Das vergangene Jahr kennzeichnete auch den offiziellen Abschluss der Integration des im Jahr 2004 in die österreichische Schmid Industrie Holding übernommene BaumitBayosan GmbH in Bad Hindelang. Seit 1. Juni vergangenen Jahres ist die „Tochter“ unter dem Namen Baumit tätig. Die Zahl der Mitarbeiter von Baumit in Deutschland liege mit rund 450 wieder auf dem Niveau des Jahres 2005. Der Allgäuer Baustoffproduzent mit Hauptsitz in Bad Hindelang verfügt über acht Werke in Deutschland. Zu den Kunden zählen Baustoffhändler, Stuckateure, Maler, Bodenleger, Architekten und Planer. „Gut aufgestellt“ sieht Geschäftsführer Soukup das Unternehmen auch für das Jahr 2010. „Es wird ein gutes Jahr, wenn auch kein einfaches Jahr.“ Man werde die gewählte Strategie konsequent umsetzen und den eingeschlagenen Weg gehen, Marktchancen nutzen. Als wesentliche Zielgruppe hat Baumit das Maler-Handwerk erschlossen. „Wie sehen den Maler und Stuckateur als eine weitere wichtige Zielgruppe des Unternehmens“, so Soukup. Baumit habe in den vergangenen Jahren die Produktpalette bei Wärmedämm-Verbundsystemen ausgebaut und werde die Partnerschaft mit den Malern weiter ausbauen. So will Baumit, mit Blick auf die wichtige Zielgruppe Maler, weitere Baumit-Farbmisch-Center bei Baustoffhändlern aufstellen. Das „Partnerhändler“-Modell soll ausgebaut werden, ergänzte Heiko Werf, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb bei Baumit. Dabei distanzierte sich Baumit vom Preiskrieg auf dem Markt. Das Partnerhändler-Modell stehe nicht für Billigkeit, so Werf. Wer als Partnerhändler die Kriterien nicht konsequent erfülle, fliege raus. Ganz im Zeichen der Partnerschaft und des Miteinanders aller am Bau Beteiligten, stand der diesjährige Allgäuer Baufachkongress in Oberstdorf unter dem Motto „Netzwerke knüpfen“. Mehr als 1300 Teilnehmer hatten sich zu 60 Fachvorträgen der 55 Referenten angemeldet, berichtete Kongressleiterin Heike von Küstenfeld. Aus allen „Ecken“ des Landes seien Kongressbesucher angereist. Die größte Besuchergruppe stellen die Handwerker, gefolgt von Vertretern des Baustoff-Fachhandels sowie Architekten und Planern. Die Spitzenreiter unter den angebotenen Vorträge waren Themen um Wärmedämm-Systeme, Unterstützung bei Modernisierungsmaßnahmen und - ganz vorne - „Netzwerk Gehirn“. Die Idee des Netzwerkeknüpfens wird bereits seit 25 Jahren verfolgt. Ziel der Baufachkongresse ist es seit jeher, neben der Wissensvermittlung zu aktuellen Trends und Entwicklungen, die Bildung von Branchen-Netzwerken zu fördern. „Baumit will eine führende Rolle bei der Netzwerkbildung spielen mit optimalen Verbindungen zu allen Beteiligten“, sagte Heike von Küstenfeld. Ein weitere Pfeiler der Unternehmensphilosophie sei das Thema Nachhaltigkeit, betonte Baumit-Geschäftsführer Ludwig Soukup. Nachhaltigkeit sei längst Teil der Unternehmenskultur und basiere auf den drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Dabei belasse es Baumit nicht bei leeren Phrasen, sondern setze Maßnahmen - auch im eigenen Unternehmen - konsequent um.

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