Energiewende

Fit für die Zukunft

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Demontage eines 110-kV-Masten im Ortsteil Häuser.

Oberallgäu – In Sachen Netzoptimierung sind die Allgäuer Überlandwerk GmbH (AÜW) und die AllgäuNetz GmbH & Co. KG vielen einige Schritte voraus. Derzeit werden die alten Freileitungen im Oberallgäu nach und nach abgebaut.

Denn schon lange vor dem Unglück in Fukushima und der in Deutschland eingeleiteten Energiewende haben sich die Unternehmen Gedanken gemacht, wie die Verteilungsnetze modernisiert und restrukturiert werden müssen, um den künftigen Anforderungen einer zunehmend dezentralen Erzeugung gerecht zu werden. 

Diese Restrukturierungsmaßnahmen machen auch nicht vor dem 110-kV-Hochspannungsnetz halt, welchen einen erheblichen Investitionsbedarf erfordern. „Bis 2016 investieren wir 28,5 Millionen Euro in die Erweiterung und Umstrukturierung unserer Hochspannungsnetze. Die Gesamtmaßnahme setzt sich aus einer Vielzahl von Teilprojekten zusammen: von umfangreichen Sanierungs- maßnahmen für 110-kV-Freileitungs bis hin zum Neubau von unterirdischen Kabelsystemen“, erklärt Dr. Michael Fiedeldey, technischer Leiter beim AÜW das Gesamtvorhaben. „Bereits 2008 haben wir unser neues Netzkonzept auf den Weg gebracht. Wir sind davon überzeugt, mit diesem Maßnahmenbündel die künftigen Anforderungen an Energieversorgungssysteme voll umfänglich abzudecken.“ 

Die ersten für alle ersichtlichen Baumaßnahmen begannen 2009 mit der Sanierung von 30 Hochspannungsmasten zwischen Zell und Seltmans. „Im Herbst 2012 nahmen wir die 110-kV-Freileitung zwischen Rauhenzell und Sonthofen in Betrieb“, ergänzt Josef Burkart, Bauleiter in der Abteilung Technische Netze/Freileitungsbereich. Wobei der neue Verlauf entlang der B19 nicht nur das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) meidet, sondern mit seiner Bündelung entlang der B19 auch zur Verbesserung des Landschaftsbildes beiträgt. Zudem entlastet der Rückbau der bestehenden Gittermastleitungen in Wohnbereichsnähe die Ortschaften Häuser und Ortwang. 

Anfang März begann nun der Rückbau der alten Gittermastleitungen. „Insgesamt werden 21 Gittermaste auf einer Gesamtlänge von rund 4,4 Kilometer mit einem Gewicht von 54 Tonnen rückgebaut“, so Burkart. Der Abbau von Betonfundamenten beläuft sich auf 143 m³, wobei diese dem Betonrecycling zugeführt werden und so später beispielsweise wieder als Wegekies Verwendung finden.

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