Freisprechungsfeier für Hotel- und Gaststätten-Nachwuchs

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Die beiden Spitzenreiterinnen der Abschlussprüfung, Alexandra Dentel (Bildmitte von links) und Elora Ahemti, mit Vize Landrat Alois Ried (von rechts) und Schulleiter Dieter Friede, sowie Jürgen Hero (von links) von der IHK und Conny Berwanger vom Oberallgäuer Dehoga.

Immenstadt – Das Allgäu lebt mit und vom Tourismus. Diese Feststellung kennzeichnete die jüngste Freisprechungsfeier des Kreisverbandes des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern in Immenstadt.

Der Tourismus lebe von der attraktiven Landschaft der Region , aber nicht zuletzt auch vom Engagement des Fachpersonals in der Hotel- und Gaststättenbranche. 59 Absolventen in gastronomischen Ausbildungsberufen erhielten nach der Abschlussprüfung und einer zwei- oder dreijährigen Berufsschulzeit ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe.

Jürgen Hero von der IHK Schwaben gratulierte dem Berufsnachwuchs zum „ersten Schritt der Karriere“. Der Rückgang bei den Ausbildungszahlen sei offenbar gestoppt; es gehe wieder aufwärts, so Hero mit Blick auf die mehr als 460 Berufsanfänger im Bereich der IHK Schwaben. Aber: es gebe immer noch zu viele Abbrecher. „Viele bereuen es später“, so Hero.

Jetzt stehe den jungen Leuten „die Welt offen“, wenngleich es gelte, Verantwortung zu übernehmen und Tag für Tag weiter zu lernen. „Sie haben den Grundstein gelegt. Bleiben Sie ehrgeizig!“, appellierte Jürgen Hero.

Im Tourismusland Nummer 1, in Bayern, hänge jeder 20. Arbeitsplatz vom Tourismus ab. Im Allgäu mit seinen 5 Millionen Gästeankünften pro Jahr sei der Anteil sogar noch höher, skizzierte Conny Berwanger, die Stellvertretende Kreisvorsitzend des Dehoga Oberallgäu / Kempten die Situation. Jeden Tag werde „Unglaubliches geleistet“, unterstrich sie die Bedeutung der Hotel- und Gaststättenbranche. Und kaum eine andere Ausbildung eröffne mehr Möglichkeiten. Tourismusqualität stehe und falle mit den Fachkräften, ergänzte der Stellvertetende Oberallgäuer Landrat Alois Ried. Die beste Infrastruktur nütze wenig, wenn es an Fackkräften fehle. „Bleiben Sie Ihrem Beruf treu!“, so Ried. „Sie haben unendlich viele Chancen.“

Eine „wichtige Wegstrecke“ liege mit der Berufsausbildung hinter den Absolventen, sagte Dieter Friede, Leiter des Staatlichen Berufsschulzentrums Immenstadt. Der Ausbildungsabschluss bringe „neue Freiheit und neue Verantwortung“ mit sich“. Friede: „Nutzen Sie Ihre Chancen!“

Das System der Dualen Ausbildung sei ein „bewährtes Modell“ für einen guten Einstieg in eine berufliche Laufbahn. Investitionen in die berufliche Bildung sei immer gut angelegtes Geld, so Friede weiter. Er freue sich, dass sich die Schülerzahlen an der Berufssschule Immenstadt stabilisiert hätte nach Jahren des Rückgangs.

In den Abschlussprüfungen hatten sich insgesamt 71 Fachkräfte im Gastgewerbe, Köche, Hotel- und Restaurantfachleute neben einem schriftlichen Prüfungsteil auch einer komplexen Aufgabe aus ihrem Fachbereich zu stellen. Die besten Abschlüsse schafften Restaurantfachfrau Elora Ahemti (Sport- und Kurhotel Sonnenalp in Ofterschwang) mit 90 Punkten, und Köchin Alexandra Dentel (Hubertus Alpin Lodge & Spa in Balderschwang) mit 89 Punkten.

gts

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