Hervorragend innovatives Handwerk

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HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner (von links) mit Thomas Kaiser, Geschäftsführer der höfats GmbH, und HWK-Präsident Hans-Peter Rauch.

Allgäu – Aus Schwaben kommen immer wieder gute und ausgezeichnete Ideen. Auf der Internationalen Handwerksmesse sind jetzt zwei schwäbische Handwerksunternehmen für ihre Innovationen mit dem Bayerischen Staatspreis geehrt worden.

Zum einen die Gerstlauer Amusement Rides GmbH aus Münsterhausen für ein neuartiges Vergnügungsfahrgeschäft und zum anderen die höfats GmbH aus Unterthingau für einen Feuerkorb mit origineller Funktion.

Die beiden Erfindungen, die auf der IHM mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet wurden, könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine ist bodenständig und gemütlich, die andere geht in die Luft und sorgt für Adrenalin. Beiden gemein ist aber, dass die Kipptechnik eine besondere Rolle spielt.

Der fürs Grillen geeignete Feuerkorb der höfats GmbH mit dem Namen „Cube“ (zu Deutsch: Würfel) zeigt, was für originelle Ideen aus dem Allgäu kommen. Die Feuerschale im Innern ist frei drehbar eingebaut. Wird der Grill gedreht oder auf den Kopf gestellt, weist die Feuerschale trotzdem immer nach oben. Die Vorteile daran: Nach dem Grillen lässt sich das Feuer durchs Umdrehen des Grills ohne Wasser ganz einfach ersticken. Wird der Grill im Garten gelagert, kann es in die Feuerschale nicht reinregnen. Und: Der Würfel ist auch als Sitzgelegenheit verwendbar.

Auch beim Fahrgeschäft der Gerstlauer Amusement Rides GmbH geht es um eine besondere Kipptechnik, die den Spaßfaktor entscheidend beeinflusst. Bei der Erfindung der Firma, dem „Sky Roller“, steuert der Fahrgast nämlich sein Fahrvergnügen selbst. An beiden Seiten des Sitzes sind Flügel angebracht, die nach oben oder nach unten gekippt werden können. Damit werden – je nach Wagemut – die aufregendsten Flugmanöver bis hin zum Überschlag möglich.

HWK-Präsident Hans-Peter Rauch und HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner überzeugten sich bei einem Rundgang auf der IHM selbst von der Innovationskraft und Originalität der schwäbischen Unternehmen. „Es ist einfach toll, was das schwäbische Handwerk leistet. Unsere Betriebe beweisen immer wieder ihren Ideenreichtum und sind damit ein ganz wichtiger Wachstumsmotor der Wirtschaft“, zeigt sich Rauch begeistert. Wagner ergänzt: „Wahrscheinlich sind viele von uns schon mal in einem Fahrgeschäft der Firma Gerstlauer gesessen. Aber die wenigsten wissen, dass diese anspruchsvolle Technik aus Schwaben kommt, wo wir eben viele Hidden Champions haben und originelle junge Unternehmer wie die höfats GmbH.“

Mit 5 000 Euro dotiert

Die beiden schwäbischen Handwerksunternehmen erhalten mit dem Bayerischen Staatspreis eine Prämie von 5 000 Euro. Die Ehrung auf der IHM übernahmen Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, und Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Der Bayerische Staatspreis für besondere gestalterische und technische Leistungen im Handwerk wird seit 1952 vom Bayerischen Wirtschaftsministerium vergeben.

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