Projekt »BeeAware!« geht zu Ende – Naturpark Nagelfluhkette zieht Bilanz

Lebensraum für Bienen

Biene
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Bienen sind für die Landwirtschaft unverzichtbar. Sie bestäuben die Pflanzen und sorgen so für reifendes Obst und Gemüse. Doch ihr Lebensraum ist stark bedroht.

Immenstadt – Vor drei Jahren startete die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA das Projekt „BeeAware!“. Das Ziel: Gemeinden in den Alpen für den Bienenschutz begeistern und damit die Lebensgrundlagen von Honig- und Wildbienen verbessern. Für das Oberallgäu war die Stadt Immenstadt mit dabei. Eine Online-Bienenkonferenz am Donnerstag, 29. April, von 8.30 bis 13 Uhr bildet nun den Abschluss des Projektes.

Monokulturen, Flächenversiegelung, Pestizide und Klimawandel – dies sind nur ein paar der Gründe dafür, dass Bienen, insbesondere die Wildbienen, ihren Lebensraum verlieren. Ohne Bienen, keine Bestäubung, und ohne Bestäubung, kein Heranreifen von Obst und Gemüse. Soweit ist das Problem bekannt.

Lange Zeit wurde angenommen, dass die Honigbiene für die Bestäubung in der Landwirtschaft ausreichen würde. Wildbienen sind jedoch deutlich effizienter als Honigbienen und auch aktiver bei niedrigeren Temperaturen. Um Bienen und Insekten wieder Lebensraum zu bieten, ist die Stadt Immenstadt in Kooperation mit dem Naturpark Nagelfluhkette eine von 25 Pilotgemeinden im Alpenraum geworden, die am BeeAware-Projekt teilnahm.

Ein magerer Kiesboden wurde daraufhin durch eine naturnahe Blühwiese ersetzt. Außerdem wurden zahlreiche weitere Kleinbiotope angelegt – nicht nur für Insekten, sondern auch für Reptilien und andere Kleintiere. „Wildbienen brauchen Wasser, Nistmöglichkeiten und ein gutes Nahrungsangebot“, weiß Carola Bauer vom Naturpark Nagelfluhkette, die mit dem Projekt betraut war. Dies habe man mit der Umgestaltung des Geländes bestmöglich gewährleisten können. Nun ist die Freude im Steigbachtal groß: „Die ersten Hummeln und Wildbienen sind schon da!“

Das im Zusammenhang mit dem Projekt erlernte Handwerkszeug soll in Zukunft auch anderen Naturparks zugute kommen: „Das BeeAware-Projekt der CIPRA ist jetzt zwar vorbei, durch die Zusammenarbeit mit verschiedensten Experten konnten wir aber viel lernen und dieses Wissen können wir nun weitergeben“, freut sich Bauer. Der kompetente Rahmen des CIPRA-Projekts sei „ein Anstoß“ gewesen. Und so sollen auch im Kurpark Fischen Flächen für die Bienen anlegt werden. Die Bienenkonferenz am 29. April dient dazu, dass die Projekte in Austausch kommen können, auch Carola Bauer wird dabei sein. Weiteren Informationen und Anmeldung zur Online-Konferenz unter www.cipra.org/de/veranstaltungen/online-bienenkonferenz 

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