Digitalisierung und Personalwohnungen dringend gesucht

Tourismus im Fokus: "Wirtschaftsgipfel" mit Franz Josef Pschierer in Oberstaufen

Richard Schalber erklärt Eric Beißwenger und Franz Josef Pschierer sein nostalgisches E-Fahrzeug.

Oberstaufen – Rund 40 geladene Gäste hatten sich eingefunden zum „Wirtschaftsgipfel“ mit Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, um  aktuelle Probleme zu schildern. Eingeladen hatte der  Landtagsabgeordnete Eric Beißwenger.

„Wir in der Politik müssen die Rahmenbedingungen schaffen, um die Arbeitsplätze in der Tourismusbranche weiter zu erhalten und zu fördern“, so Beißwenger, Mitglied in der AG Tourismus. „Ob Landwirtschaft, Hotel- und Gaststättengewerbe, Handwerk und letztlich auch unsere Industrie – wir alle profitieren davon.“

Die Digitalisierung mache auch vor dem Tourismus im Allgäu nicht halt, so Staatssekretär Pschierer in Buflings bei Oberstaufen. Darüber hinaus mache er sich dafür stark, dass die Zukunft der Elektromobilität im Allgäu nicht nur mitgestaltet, sondern auch aktiv gelebt werden müsse.

Gleich zu Beginn ging Pschierer auf den Prozess der Digitalisierung im Tourismusbereich ein. Nur wenn diese angenommen und entsprechend umgesetzt werde, können die Gästezahlen und Übernachtungen gehalten oder sogar ausgebaut werden, so der Staatssekretär. WLAN im Hotel sei heute bereits ein absolutes Muss für Urlauber und ein Qualitätsnachteil, wenn es nicht vorhanden sei. Hinzu komme, dass das Angebot vor Ort stimmen müsse. Gerade durch die weltpolitische Lage sei Urlaub in Bayern, und damit auch im Allgäu, so stark nachgefragt, wie lange nicht mehr. Er sicherte seine Unterstützung zu, wenn Interessenten Hotelprojekte im gehobenen Segment in der Region umsetzen wollen. Dieses Angebot im Vier- oder Fünf-Sterne-Sektor sei in der Allgäu-Bodenseeregion noch zu gering.

Bis in das Jahr 2020 soll die Zahl der E-Ladestellen in Bayern von derzeit rund 1.600 auf 7.000 anwachsen. Strom-Tankstellen müssten dabei nicht an herkömmlichen Standorten stehen, sondern gerade dort, wo die die Leute sich auch tatsächlich aufhalten, so genannte Points of Interest. Gerade das Allgäu könne von der Elektromobilität profitieren, steht es doch für saubere Luft und wenig Lärm. Tüftlern und Mechlern sagte Pschierer seine Unterstützung zu. Erste Modellversuche gibt es bereits in Wertach.

Ein wichtiges Thema war auch der Mangel an Fachkräften und die Probleme der Hotellerie, geeignetes Personal zu halten. Bei den günstigen Personalwohnungen hinke die Region den österreichischen Nachbarn deutlich hinterher. Zwar seien zum Beispiel in Balderschwang, Oberstaufen und Oberjoch entsprechende Projekte umgesetzt worden oder noch in der Umsetzung, allerdings reichten diese längst nicht aus, meint der Staatssekretär. Hinzu kommteeine Benachteiligung der heimischen Gastgeber gegenüber Österreich. Hier will Franz-Josef Pschierer mit der Bayerischen Finanzverwaltung sprechen, um vielleicht eine Lösung finden.

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