Noch attraktivere Pisten

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Kinder kommen im Skigebiet jetzt noch mehr auf ihre Kosten.

Oberstdorf/Kleinwalsertal – Die einen investieren Millionen, um Skifahrer auf die Berge zu bringen. Andere sind in der Gegenrichtung unterwegs. So haben die Bergbahnen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal im Vorfeld dieses Winters rund 6,5 Millionen Euro aufgewendet und ihre bekannten Klassiker – die beiden Talabfahrten im grenzüberschreitenden Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand – neu gestaltet.

„Auch Stammgäste werden unsere schneesicheren Abfahrten nicht wiedererkennen“, betont Bergbahn-Chef Augustin Kröll. „Die Pisten sind nun noch interessanter, besser und abwechslungsreicher geworden.“

Darauf fährt man nun im Allgäu und im Kleinwalsertal ab: Insbesondere die vier Kilometer lange Talabfahrt an der Kanzelwand, die zu den längsten und schönsten in der Region zählt, wurde neu konzipiert und aufwändig umgebaut. Engstellen sind beseitigt, in vielen weiteren Bereichen ist die Piste deutlich verbreitert worden. Erhöht wurde auch die Lawinensicherheit. Schon vor der letzten Skisaison ist eine neue, 60 Meter lange und acht Meter breite Lawinengalerie entstanden, die bei großen Neuschneemengen die Abfahrt schützen soll. „Sicher waren unsere Pisten immer“, betont Kröll. Bei erheblichen Neuschneemengen mussten sie allerdings manchmal gesperrt werden „Das entfällt nun, und der Gast hat mehr Planungssicherheit.“

Neues Gesicht für die Talabfahrt

Auch im Skigebiet Fellhorn erhielt die Talabfahrt ein neues Gesicht. So wurde am Start im Bereich der Station Schlappoldsee die Piste um das Dreifache verbreitert. Das schafft, wie auch bei den Verbreiterungen an der Kanzelwand-Talabfahrt, mehr Raum für lange oder kurze Schwünge, erhöht die Sicherheit und den Fahrspaß. Im weiteren Verlauf wurden zwei Steilhänge deutlich entschärft. Sie sind nun für weniger geübte Skifahrer leichter zu bewältigen.

Noch mehr Schneesicherheit ist im mit Naturschnee überaus reichlich gesegneten Skigebiet Nebelhorn in Oberstdorf entstanden. Denn das Areal und die gesamte Strecke vom Gipfel bis ins Tal – mit 7,5 Kilometer eine der längsten Talabfahrten Deutschlands – sind nun lückenlos beschneibar. Möglich macht dies eine neue Anlage für den Gipfelhang, die Gipfelmulde und die Piste an der Lifttrasse. Dies gewährleistet insbesondere den Start des Skibetriebs bereits Mitte Dezember und legt die Basis für die stets sehr lange Skisaison.

Auch für die kleinsten Wintersportler haben die Bergbahnen ein großes Herz. So ist am Ifen, dem größten und wichtigsten Skigebiet des Kleinwalsertals, mit Burmis Winterwelt im Bereich der Talstation ein neues Schnee-Reich für Skizwerge entstanden. Mit zwei Förderbändern und einem Schlepplift geht es nach oben. Alle lieben die Tubingbahn, und Nichtskifahrer schätzen Funsportgeräte wie Skifox und Zipfelbob. Am Familienskiberg Söllereck in Deutschlands südlichster Gemeinde finden die Kids auf der Hauptabfahrt nun einen neuen Mini-Funpark sowie einen interaktiven Monsterparcours mit tollen Figuren. „Ebenfalls neu ist“, so berichtet Vorstand Henrik Volpert, „ein Skikindergarten mit beweglichen Installationen im Bereich der Wannen-Pisten.“

Großen Wert legen die Bahnen auf familienfreundliche Preise. Im Vergleich zu ähnlich großen Skigebieten fährt mit man hier sehr günstig. Bis zu 40 Prozent auf die Tageskarte sparen – das geht mit der Club-Card Classic. Mit ihr kann man die Kasse vergessen und geht sofort durch das Drehkreuz. Abgebucht wird der stark vergünstigte Preis dann ebenso wie die einmalige Mitgliedsgebühr von der Kreditkarte.

Neue Ära am Fellhorn

Für den darauffolgenden Winter planen die Bergbahnen bereits jetzt große Investitionen. So ist die Kleinwalsertaler Bergbahn AG bereit, im Sommer 2016 am Ifen mit dem Bau einer Beschneiungsanlage und einer Sechser-Sesselbahn mit Sitzheizung und Wetterschutzhaube zu beginnen, die dann zum Start in die Wintersaison 2016/17 eingeweiht werden sollen. Damit kommen die Bergbahnen lange gehegten Wünschen ihrer Kunden nach, das weitläufige Skigebiet von Wartezeiten zu befreien und für mehr Schneesicherheit zu sorgen.

Eine neue Ära wird dann auch am Fellhorn eingeläutet werden. Im Gipfelbereich soll mit dem Fellhornlift der letzte Schlepper einer komfortablen Sechser-Sesselbahn weichen. In die moderne Anlage sollen rund fünf Millionen Euro investiert werden. Um eine Attraktion reicher wird auch das Nebelhorn im nächsten Jahr: Die betagte Gipfelstation wird komplett umgebaut. Durch die Lage des neuen Gebäudes wird der Nebelhorngipfel wieder sichtbarer. Ein neues Restaurant mit Aussichtsterrassen wertet das Ambiente am Gipfel deutlich auf und ermöglicht dann einen eindrucksvollen Panoramablick. Der Neubau soll, so Peter Schöttl, Vorstand der Nebelhornbahn-AG, „ein Leitprojekt für Gastronomie und Architektur in den Alpen“ werden. Rund fünf Millionen Euro will das Unternehmen hier investieren.

Der Auftakt der Wintersaison 2015/16 ist an Fellhorn und Kanzelwand für Samstag, 5. Dezember, vorgesehen. Eine Woche später – am Samstag, 12. Dezember, – soll der Skibetrieb auf dem Nebelhorn und am Söllereck starten. Ab Freitag, 18. Dezember, öffnet das Walmendingerhorn wieder seine Pforten, am Samstag, 19. Dezember, beginnt am Ifen die neue Skisaison – stets vorausgesetzt, die Schneelage macht es möglich.

Zu den Höhepunkten der Skisaison soll der Audi quattro Ski Cup am Fellhorn werden, wenn Amateure vom 18. bis 21. Februar 2016 unter professionellen Bedingungen an den Start gehen. Zudem erhalten sie prominente Unterstützung: Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier wird den Amateur-Läufern wertvolle Tipps für die Rennstrecke auf der „Audi quattro Slope“ geben.

Weitere Informationen im Internet unter www.das-hoechste.com.

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