"Bergbauern" können nicht fliehen

Das „Misstrauensvotum“ gegen den Vorstandsvorsitzenden der Allgäuer Bergbauernmilch eG, Heinz Lipp, ist gescheitert. Der Antrag, Lipp aus dem Vorstandsgremium zu wählen, verfehlte in der außerordentlichen Generalversammlung in Walten-hofen mit knapp 65 Prozent die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit der Stimmberechtigten.

Mehr als 800 Landwirte drängten sich in der Mehrzweckhalle, um „reinen Tisch“ zu machen. In den vergangenen Wochen hatten viele bereits ihre Lieferverträge mit der Bergbauernmilch eG gekündigt, weil sie mit dem unterdurchschnittlichen Milchpreis, den die Allgäuland-Käsereien derzeit zahlen, unzufrieden sind. Allgäuland befindet sich in der Sanierungsphase. Die Milchlieferanten drängen seit Monaten auf höhere Zahlungen und wollen nicht für die „Misswirtschaft früherer Jahre büßen“. Eine verfehlte Geschäftspolitik, die auch dem Vorstandsvorsitzenden Heinz Lipp angelastet wird. Die geforderte Abberufung Lipps scheiterte in der Generalversammlung ebenso wie der Antrag, die Kündigungsfrist für Milchlieferverträge von 24 auf drei Monate zu verkürzen. Das, so die Vertreter der Geschäftsführung und der mit den Sanierungsprozessen beauftragte Unternehmensberatung, würde das Finanzierungskonzept in eine Schieflage bringen. Auch der immer wieder geforderte Ausstieg der Bergbauern-Genossenschaft aus dem Gesamtunternehmen Allgäuland GmbH ist nicht möglich. Erneut versicherten die Geschäftsführer, den Milchpreis bald auf das regionale Niveau anzuheben.

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