Spatenstich fürs "Basislager"

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So wird der Neubau aussehen, in den in etwa einem Jahr die Bergwacht Immenstadt und die Allgäuer Bergwacht einziehen können.

Immenstadt - Nägel mit Köpfen machen wollen die Bergwacht-Bereitschaft Immen- stadt und die Bergwacht Allgäu: In wenigen Wochen wird mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Startschuss gegeben für einen Neubau der Rettungswache mit Regionalzentrum Bergwacht Allgäu. Schon in gut einem Jahr soll das neue „Basislager“ bezugsfertig sein.

Im vergangenen Jahr feierte die Bergwacht Immenstadt ihr 90-jähriges Bestehen. Die Zeit sei nicht stehen geblieben, deutet Stefan Reisacher, Bereitschaftsleiter der Immenstädter Bergwacht, an. „Damit unsere Hilfe erfolgreich ist, benötigen wir auch zeit- und zweckgemäße Gebäude für Ausrüstung und Material, Fahrzeuge und Einsatzlenkung“, betont Reisacher. Die derzeitige Unterbringung im Bergwachtdepot in den Mummener Straße sei nicht mehr ausreichend, selbst wenn es in den 1970er Jahren eines der modernsten in der Region war. Fast 150 Mal pro Jahr rückt die Immenstädter Bergwacht aus, um in Not geratenenen Menschen in den Allgäuer Bergen zu helfen.

Ganz ähnlich geht es der Bergwacht Allgäu , als organisatorischer Dachverband zuständig für 18 Allgäuer Bergwachtbereitschaften zwischen Oberstaufen und Füssen, Kempten und Oberstdorf. „Unsere derzeitige Unterbringung in der Villa Edelweiß erschwert viele Abläufe. Die Räume sind zu eng und zudem sind die Lagerflächen für Geräte am anderen Ende der Stadt, in der Kemptener Straße, untergebracht“, beschreibt Stephan Dörg, stellvertretender Regionalleiter der Bergwacht Allgäu, die aktuelle Situation. Mit dem gemeinsamen Neubau einer Rettungswache und eines Regionalzentrums können jetzt die Arbeitsbedingungen für beide Organisationen wesentlich verbessert werden. Den damit verbundenen Standortwechsel direkt neben das Immenstädter Krankenhaus sehen Döng und Reisacher als zusätzliches Plus. Zentrale Lage im Allgäu, gute Erreichbarkeit, unmittelbar an der Klinik, Hubschrauber-Landeplatz – alles besser als der gegenwärtige Zustand.

Die gemeinsame Nutzung eröffne zudem weitere Vorteile - von der Kostenaufteilung beim Bau bis zum späteren Betrieb. 60 Prozent der Nutzfläche kann die Bergwacht Immenstadt belegen, 40 Prozent die Bergwacht Allgäu. Nach diesem Schlüssel werden auch die Baukosten von rund einer Million Euro aufgeteilt. Ein Drittel der Kosten werden aus Eigenmitteln der Bergwacht aufgebracht. Ein Viertel schultern die Stadt Immenstadt und weitere Kommunen, sowie ein weiteres Viertel diverse Stiftungen.

Die Finanzierung steht also, doch weitere Spenden seien immer willkommen, betonen Stefan Reisacher und Stephan Dörg.

Spendenkonto Bergwacht Immenstadt: Sparkasse Allgäu, BLZ: 733 500 00, Konto 115 360

Spendenkonto Bergwacht Allgäu: Sparkasse Allgäu, BLZ: 733 500 00, Kontonr.: 104059

Online-Spenden und aktuelle Bauiformationen unter www.bergwacht-neubau-immenstadt-allgaeu.de.

Josef Gutsmiedl

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