Auf dem Weg der Besserung

Der finanzielle Tiefflug des Kemptener Klinikums scheint gestoppt: Das auslaufende Jahr wird die Einrichtung in der Robert-Weixler-Straße voraussichtlich mit einem Minus von zwei Millionen Euro abschließen. Eingeplant waren ursprünglich 3,4 Millionen Euro Verlust. „Die Aussichten, das prognostizierte Ergebnis Ende Dezember auch endgültig erreichen zu können, dürfen als durchaus positiv betrachtet werden“, sagte Andreas Ruland, Geschäftsführer des Klinikverbundes.

„Insgesamt entwickelten sich die Leistungen im Klinikum Kempten von Januar bis November sehr positiv“, erklärte Ruland. Beim tatsächlichen Erreichen der Ergebnisprognose könnte der wirtschaftliche Abwärtstrend des Kemptener Krankenhauses heuer erstmals seit Jahren gestoppt und ein zumindest leichter Aufwärtstrend erreicht werden. So konnte der Ertrag um rund 700 000 Euro auf insgesamt 81,2 Millionen gesteigert werden. Das prognostizierte Defizit beträgt damit zwei Millionen Euro und somit 610 000 Euro weniger als im Vorjahr. Als Gründe für das voraussichtlich wesentlich bessere Ergebnis nannte Ruland ein deutliches Plus an Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (plus 214) und der damit einhergehenden Steigerung der Casemixpunkte (plus 266). Gleichzeitig konnten die Personalkosten im Laufe des Jahres um eine Million Euro gesenkt werden. „Das ist insbesondere auf die Nachwirkungen der Outsourcing-Maßnahmen Labor und Strahlentherapie zurückzuführen“, berichtete der Geschäftsführer des Klinikverbundes. So habe man den Personalbestand im Durchschnitt um 16,36 Stellen reduzieren können, gab Ruland bekannt. Über den Berg sei die Einrichtung in der Robert-Weixler-Straße damit aber noch lange nicht., deutet Ruland an. „Wir müssen noch erhebliche Anstrengungen unternehmen, um das mittelfristige Ziel eines ausgeglichenes Haushaltes erreichen zu können“, betont der Geschäftsführer. Aufsichtsratsvorsitzender OB Dr. Ulrich Netzer erklärte, dass die Konsolidierung des Kemptener Klinikums die zentrale Aufgabe des Verbundes in den kommenden Jahren sein werde. Sein Stellvertreter, Landrat Gebhard Kaiser, gab vor, „in 2012 wollen wir in allen Krankenhäusern die schwarze Null erreichen.“

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