Landtagsabgeordnete informieren sich in der Jägerkaserne

Geballte Kompetenz der ABC-Schule

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Blick in den Spürpanzer „Fuchs“: Schulkommandeur Oberst Klaus Werner Schiff (von links) erklärte den Landtagsabgeordneten Eric Beißwenger und Johannes Hintersberger das Spezialfahrzeug.

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Eric Beißwenger informierte sich der Vorsitzende des Arbeitskreises Wehrpolitik der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Johannes Hintersberger, in der Jägerkasernen über Auftrag und Aufgaben der Schule für ABC-Abwehr und Gesetzliche Schutzaufgaben der Bundeswehr.

Bei einem Rundgang erfuhren Hintersberger und sein Landtagskollege Beißwenger aus erster Hand interessante Details über den „Umgang“ der Bundeswehr mit Bedrohungsszenarien durch radioaktive Substanzen, biologische und chemische Stoffe. Szenarien, denen sich die Soldaten im Einsatz in der Praxis praktisch täglich gegenüber sehen können, wie die wissenschaftlichen Dezernatsleiter betonten. Dabei müsse es sich nicht unbedingt um klassische ABC-Kampfstoffe handeln; vielmehr gelte es, auch den Schutz der Soldaten im Einsatzalltag sicherzustellen. Dazu gehöre etwa das Erkennen und Aufspüren von gefährlichen Substanzen oder der Schutz eines Feldlagers vor Schädlingen und lästigen Insekten, wie etwa Mücken, die auch Krankheiten übertragen können.

In zahllosen Lehrgängen werde der Selbstschutz an der Schule trainiert und ständig weiter entwickelt. Schulkommandeur Oberst Klaus Werner Schiff beleuchtetete bei dem Rundgang an „seiner“ Schule auch einen weiteren Aspekt: die gerichtsverwertbare Analyse, ob etwa eine bestimmte Substanz zum Einsatz gekommen sein könnte. Solche Nachweise könne die Schule Dank ihrer hochmodernen Einrichtungen und kompetenten Fachleuten führen. Nicht zuletzt konnten die Abgeordneten sehen, wie die Aufbereitung von Trink- und Brauchwasser „im Feld“ funktioniert. Die beiden Politiker zeigten sich beeindruckt vom Leistungsspektrum der ABC-Schule und der „geballten Kompetenz“. Sie betonten einhellig, dass trotz aller moderner Ausstattung „noch Luft nach oben“ sei. Zum Schutz der Soldaten sei das Beste gerade gut genug was die präventiven Maßnahmen angehe. „Ausrüstung hat gar nichts mit Aufrüstung zu tun!“, so Johannes Hintersberger. Und Eric Beißwenger ergänzte: „Das sind wir unseren Soldaten schuldig.“

gts

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