Betreut wie im Hotel

Über den guten Start des „AlpiCura“ - nicht zuletzt dank der Hilfe durch Lotto Bayern freuen sich Heike Prinz (von links) vom BRK Oberallgäu, die Kreisvorsitzende Heidi Lück und Beatrix Numberger von Lotto Bayern bei der offiziellen Übergabe der 98600 Euro aus den Erlösen der Glücksspirale. Foto: Josef Gutsmiedl

Der demografische Wandel bringt eine erhebliche Zunahme pflegebedürftiger Menschen, der Pflegebericht spricht von 2,64 Millionen bis zum Jahr 2020. Darauf muss sich auch das Gesundheitswesen einstellen. Gleichzeitig gilt es, Alternativen für Familien zu entwickeln, die Pflegebedürftige betreuen. Eine dieser Alternativen wurde vom Roten Kreuz Oberallgäu erstmalig in ihrem Bereich verwirklicht mit dem „Rotkreuzhotel“ im Gesundheitszentrum Immenstadt.

Anfang Mai nahm das Rotkreuzhotel „AlpiCura“ in Immenstadt seinen Betrieb auf. Im zweiten Obergeschoss des Gesundheitszentrums Immenstadt (GZI) entstanden auf 600 Quadratmetern acht geräumige Einzelzimmer, zwei Doppelzimmer, ein Aufenthaltsbereich mit Speiseraum, eine Arbeitsküche sowie Dienstzimmer für das Personal. Sowohl die Ausstattung der Gästezimmer wie die Rezeption am hoteltypischen Empfangstresen im großzügigen Eingangsbereich unterstreichen den Hotelcharakter. Das AlpiCura ist ein Erholungsbetrieb, der auf sicherheitsbedürftige Senioren und deren Angehörige ausgerichtet ist. Es verbindet im Bedarfsfall Komfort und Service in einem geschmackvollen Rahmen, bei dem der Hotelcharakter klar im Vordergrund steht. Den Senioren wird ein „sicherer“ Aufenthalt durch die Präsenz einer Kran- kenschwester oder eines Krankenpflegers geboten. Ein weiterer Pluspunkt ist die landschaftlich herausragende Lage mit herrlichem Blick auf die Allgäuer Berge. Das neu erbaute Gesundheitszentrum grenzt unmittelbar an das bestehende Krankenhaus an. Ein verglaster Steg verbindet beide Gebäude für kurze Wege. Der Zugang ist sowohl über das Treppenhaus wie über einen großzügig dimensionierten Fahrstuhl möglich. In dem komplett barrierefreien Gebäude befinden sich außerdem zwölf Fachärzte, ein Sanitätshaus, ein ambulantes Operationszentrum, der ambulante Pflegedienst des BRK und eine Apotheke. Weitere Zielgruppen für das AlpiCura sind beispielsweise Personen aus den Bereich des betreuten Wohnens, die eine ähnlich abgesicherte Erholungsmöglichkeit suchen. Ebenso Menschen, die nach einer ambulante Operation Betreuung, Unterstützung und Erholung benötigen. Zur optimalen persönlichen Betreuung gibt es eine AlpiCura-Assistenzkraft. Die Grund- und Behandlungspflege übernimmt die Sozialstation des Oberallgäuer Roten Kreuzes. Sie verlegte ihren Standort eigens dafür in das GZI. Ermöglicht wurde die Verwirklichung des Projektes durch die Unterstützung der Glücksspirale. Bekannt wurde die Glücks- spirale vor allem durch die wöchentlichen Ausspielungen lebenslanger Renten. Weniger bekannt ist, dass allein 2010 aus den Erlösen der Glücksspirale 17 Millionen in Beratungs- und Betreuungsdienste sowie vielfältige Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche, Familien, Senioren und Menschen in sozialen Notlagen flössen. „Für unser wichtigstes soziales Projekt 2011 sind die 98.600 Euro von der Glücksspirale bei Gesamtkosten von rund 195.000 Euro ein wahrer Glückstreffer“, freuen sich Vorstand und Geschäftsführung des Rotkreuz-Kreisverbands Oberallgäu.

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