Die Kapazitäten sind ausgeschöpft

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Der nördliche Teil des Kindergarten Süd (rechts im Bild) soll abgerissen werden und einem Neubau für zwei Krippengruppen weichen.

Sonthofen – Die Kinderbetreuung in Sonthofen wird weiter ausgebaut: In seiner Sitzung am Dienstag beschloss der Stadtrat, in den kommenden Jahren Plätze für bis zu 58 Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Auch die Nachmittagsbetreuung für Schulkinder soll erweitert werden.

Anfang des Jahres wurde offenbar, dass für das kommende Kindergartenjahr nicht ausreichend Plätze für Kinder unter drei Jahren in den Sonthofer Kindertageseinrichtungen zur Verfügung stehen: 27 Kinder, deren Eltern einen Bedarf angemeldet hatten, konnten nicht untergebracht werden. Durch die Schaffung von 15 Plätzen im Kindergarten Süd und zwölf im Kinderhaus Nord bis September kann dieser Bedarf gedeckt werden. Mit den 29 Plätzen, die ab Herbst in der neu erbauten Kinderkrippe in Rieden zur Verfügung stehen, können nun im neuen Kindergartenjahr in Sonthofen insgesamt 164 Kleinkinder betreut werden. 

Für die Zukunft rechnet die Stadtverwaltung damit, dass in Sonthofen wie in der gesamten Bundesrepublik der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder weiter ansteigen wird. Ein „Runder Tisch” mit allen betroffenen Akteuren – Leitungen und Verwaltungen der Kindertagesstätten, Vertreter der Träger, des Landratsamtes, des Familienzentrums Rockzipfel e.V., der Montessorischule und der Großtagespflege „Sternchengruppe” – sollte bei der Ermittlung des künftigen Bedarfes helfen. Dieser ist abhängig von der demographischen Entwicklung und der künftigen Inanspruchnahme der Eltern von Betreuungsplätzen – zwei höchst unsichere Faktoren. 

Der „Runde Tisch” rechnete für die Zukunft damit, dass etwa 50 Prozent der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz benötigen. Zusammen mit der angenommenen demographischen Entwicklung in Sonthofen ergibt dies einen zusätzlichen Bedarf von ungefähr 50 weiteren Plätzen. Nach längeren Diskussionen im Stadtrat, ob die auch vom Sozial-, Kultur- und Sportausschuss vorgeschlagenen 50 Prozent Bedarf ausreichend seien und ob auch ein Betreuungsangebot eines freien Trägers angenommen werden solle, einigten sich die Stadträte darauf, das Betreuungsangebot weiter auszubauen. So sollen im Laufe des nächsten Jahres beim Kindergarten Maria Heimsuchung (Träger: Katholische Pfarrkirchenstiftung Maria Heimsuchung) und beim städtischen Kindergarten Süd je bis zu 29 Kinderkrippenplätze geschaffen werden. Hierzu muss der nördliche Gebäudeteil am Kindergarten Süd abgerissen werden und ein Neubau erfolgen. 

Auch Schulkinder brauchen Betreuung 

In der Kreisstadt besteht auch bei der Nachmittagsbetreuung von Schulkindern ein steigender Bedarf. Das Angebot an Ganztagesklassen, Mittagsbetreuung und Hortplätzen war schon für das kommende Schuljahr erschöpft, weswegen das Kinderhaus Regenbogen im Sontra-Park eine dritte Hortgruppe einrichten wird. Der Fachbereich Soziales rechnet in den kommenden Jahren damit, dass etwa 55 Prozent aller Grundschüler eine Nachmittagsbetreuung benötigen, wie Karlheinz Pfeil in der Stadtratssitzung ausführte. Gerade an der Grundschule Rieden seien die Kapazitäten der Mittagsbetreuung ausgeschöpft, und für den Kinderhort lägen bereits für das Schuljahr 2014/2015 etwa elf Voranmeldungen vor. Zwar monierte ein Stadtratsmitglied, dass die Ganztagesbetreuung der Schulkinder „das soziale Miteinander der Familien” verändere, dennoch fasste der Stadtrat den einstimmigen Beschluss, dass die Stadt „im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten” darauf hinarbeite, ausreichend Mittel und Räumlichkeiten für schulergänzende Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Auch soll an der Grundschule Rieden geprüft werden, wie dort die Nachmittagsbetreuung erweitert werden kann.

Eva Veit

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