Bezirkstagswahl in Schwaben - Die Direktkandidaten im Stimmkreis 710 Lindau/Sonthofen

Am 14. Oktober wird auch der Bezirkstag gewählt. Nach der Gemeinde und dem Landkreis sind die sieben bayerischen Bezirke die dritte kommunale Ebene.

Eine bayerische Besonderheit, in keinem anderen Bundesland gibt es diese Form der Selbstverwaltung. Im Bezirk Schwaben leben rund 1,8 Millionen Menschen. Der Bezirkstag hat sechs wichtige Aufgabenbereiche: Soziale Hilfen, Gesundheit, Kultur- und Heimatpflege, Jugend und Bildung, Natur und Umwelt sowie Europa.

Der KREISBOTE hat den Direktkandidaten im Stimmkreis 710 Lindau/Sonthofen einige Fragen gestellt und stellt sie an dieser Stelle kurz vor. 

Edgar Rölz, CSU

Alter: 52 Jahre 

Wohnort: Fischen 

Beruf: Dipl. Verwaltungswirt FH, seit 2002 Bürgermeister von Fischen, Bezirksrat

In drei Sätzen: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Arbeit im Bezirkstag? 

„Der Bezirk Schwaben ist das Sozialparlament. Die Schaffung von flächendeckenden ambulanten sowie stationären Angeboten bei der Eingliederungsbeihilfe für Menschen mit Behinderung, in der Psychiatrie, die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes oder aber Hilfe zur Pflege sind wichtige Themen, denen wir uns im Bezirk stellen.

Daneben engagiert sich der Bezirk nachhaltig in der Kulturförderung, von der Trachtenförderung für Musikkapellen, über die Unterstützung besonderer Kulturveranstaltungen bis hin zum Denkmalschutz.

In der Vielzahl der sozialen Themen liegt mir die Teilhabe von Menschen mit Behinderung möglichst in ihrem Heimatort sowie die Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt besonders am Herzen. Hier sind im Einzelfall neue und pfiffige Ideen gefragt.“

Dr. Gerhard Ecker, SPD

Alter: 61 Jahre 

Wohnort: Lindau 

Beruf: Jurist und Industriekaufmann, seit 2012 Oberbürgermeister von Lindau, Bezirksrat

In drei Sätzen: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Arbeit im Bezirkstag?

„Ich bin seit 2013 Bezirksrat und für meine Fraktion Verwaltungsrat bei den Bezirkskliniken Schwaben sowie Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses des Bezirks Schwaben.

Mit meinen beruflichen Erfahrungen kann ich die wichtigen sozialen und kulturellen Aufgaben des Bezirks gut unterstützen, aber auch mit den Sorgen und Nöten der Gemeinden, Städte und Landkreise, die einen erheblichen Teil des Haushalts des Bezirks finanzieren, zum Ausgleich bringen.

Die Solidarität mit und die Unterstützung der hilfebedürtigen Menschen stehen dabei im Vordergrund.“

Klaus Burkhard, Freie Wähler

Alter: 50 Jahre 

Wohnort: Lindenberg 

Beruf: Inhaber des Busunternehmens Burkhard, gelernter Kfz-Mechaniker, Stadtrat und Kreisrat

In drei Sätzen: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Arbeit im Bezirkstag?

„Gesundheit, Pflege und Soziales sowie Kultur und Heimatpflege sind mir wichtig.

Für die Interessen unserer Region ist eine vernünftige und sachorientierte Vertretung im Bezirkstag notwendig.

Jenseits von Parteiräson und Fraktionszwängen möchte ich die Entwicklung des Bezirkes Schwaben für die Bürgerinnen und Bürger engagiert mitgestalten.“

Barbara Holzmann, Bündnis 90/Die Grünen

Alter: 59 Jahre 

Wohnort: Immenstadt 

Beruf: Dipl. Sozialpädagogin (FH), Bezirksrätin

Alter: 59 Jahre Wohnort: Immenstadt Beruf: Dipl. Sozialpädagogin (FH), Bezirksrätin

In drei Sätzen: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Arbeit im Bezirkstag?

„Der schwäbische Bezirkstag ist mit seiner Verantwortung für die gesamten Hilfen für Menschen mit Behinderung und seelischer Erkrankung, sowie in Teilbereichen für die Altenhilfe ein Sozialparlament.

Die Gestaltung und Weiterentwicklung der Hilfen und Angebote politisch zu begleiten und mich für dezentrale und viele ambulante Angebote einzusetzen, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, ist mir ein wichtiges Anliegen.

Wenn ich gewählt werde, möchte ich mich für die Etablierung eines psychiatrischen Krisendienstes einsetzen.“

Michael Käser, FDP

Alter: 26 Jahre 

Wohnort: Immenstadt 

Beruf: Sozialwirt (M.A.)

In drei Sätzen: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Arbeit im Bezirkstag?

„Der Bezirk muss digitaler, transparenter und demokratischer werden.

Deshalb setze ich mich für eine Informationsfreiheitssatzung, die Herabsetzung des Wahlalters ab 16 Jahren und die Direktwahl des Bezirkstagspräsidenten ein.

Ganz besonders liegt mir aber auch eine bessere Versorgung von Menschen mit Behinderung im Alter am Herzen.“

Kevin Caprano. Die LINKE

Alter: 26 Jahre 

Wohnort: Weiler-Simmerberg 

Beruf: ausgelernter Industriekaufmann, derzeit Dualer Student (Wirtschaft, Philosophie und Kunst)

In drei Sätzen: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Arbeit im Bezirkstag? 

„Sofortige und auf zehn Jahre dauerhafte ersatzlose Streichung der derzeitigen Kindergartengebühren pro Kindergartenkind in allen Kindergärten, unabhängig vom Träger der jeweiligen Einrichtung für alle Eltern mit einem gemeinsamen Nettomonatseinkommen von bis zu 5 000 Euro.

Ausbau des öffentlichen Nahverkehr

Klare Kante gegen rechts

Förderung von landwirtschaftlichen klein- und mittelständischen Unternehmen.“

Franz Horn, ÖDP

Alter: 61 Jahre 

Wohnort: Missen-Wilhams 

Beruf: Käsemeister

In drei Sätzen: Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Arbeit im Bezirkstag?

„Die Leistungen des Bezirks Schwaben müssen sichtbar gemacht werden. Die Politik muss ehrlich und sauber werden, indem Parteispenden von Firmen verboten werden, woran sich die ÖDP strikt hält.

Sicherheit und Stabilität kleiner bäuerlicher Bio-Betriebe.

Die öko-soziale Ausrichtung der Wirtschaft muss das Gemeinwohl als Maßstab nehmen, nicht die Gewinnmaximierung der Aktionäre.“

Timo Scheffler, AfD

Timo Scheffler hat auf unsere Anfrage nicht reagiert.

Bezirkstagswahl Schwaben - Die Direktkandidaten im Stimmkreis 710

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Edgar Rölz, CSU © 
Dr. Gerhard Ecker, SPD © 
Klaus Burkhard, Freie Wähler © 
Barbara Holzmann, Bündnis 90/Dir Grünen © 
Michael Käser, FDP © 
Kevin Caprano, Die LINKE © 
Franz Horn, ÖDP © 
Timo Scheffler, AfD, hat auf unsere Anfrage nicht reagiert. © pixabay

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