Jetzt tanzt der Biber!

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Der Biberhof wird schon jetzt gut angenommen. Trotz der kühlen Witterung kamen zahlreiche Besucher, um bei der Eröffnung dabei zu sein.

Sonthofen - Schlechtes Wetter, na und? Zahlreiche Sonthoferinnen und Sonthofer ließen es sich trotz Kälte und Regen nicht nehmen, zur Eröffnung des Biberhofes zu kommen. Der Biberhof soll zu einem Ort der Begegnung werden – „barrierefrei für alle Generationen und Menschen”, wie Bürgermeister Hubert Buhl in seiner Ansprache betonte.

2005 erwarb die Stadt Sonthofen den ehemaligen Schneiderhof. Bei den Hochwassern 1999 und 2005 war das landwirtschaftliche Anwesen so stark überflutet worden, dass die Besitzer beschlossen, umzusiedeln. Die Projektgruppe Biberhof unter der Leitung von Petra Wilhelm entwarf das Konzept, das Anwesen in einen Natur-, Spiel- und Wasserhof umzuwandeln. Mit Fördergeldern – unter anderem durch Leader – und tatkräftiger Unterstützung unterschiedlichster Gruppen konnte das Projekt nun vollendet werden.

Insektenhotels bauen, Kräutersalze herstellen, Haarbänder und Blumenkränze binden. Das Programm, das das Familienzentrum Rockzipfel und die Montessorischule Sonthofen anläßlich der Eröffnung des Biberhofes zusammengestellt hatte, konnte sich sehen lassen. Die zahlreichen Besucher nahmen die Angebote auch gerne wahr, so dass die Feier eine Stunde länger dauerte als ursprünglich geplant. 

„Der Biberhof ist ein Ort der Begegnung – barrierefrei für alle Generationen. Er schlägt eine Brücke übers Wasser, zwischen Mensch und Natur. Und er eröffnet Naturerlebnis und Freizeitaktion, ohne dass der Geldbeutel belastet wird”, fasste Bürgermeister Hubert Buhl das Konzept des Biberhofes zusammen. Mit der Hilfe verschiedener Gruppen wie des Bauhofes, der Stadtwerke, der Montessorischule, der Gruppe „Herraobad”, der Kräuterfrauen und nicht zuletzt der Projektgruppe Biberhof wurde der ehemalige Schneiderhof im Süden Sonthofens in den vergangenen zwei Jahren umgebaut. Tenne, Stadel und vor allem der Außenbereich dienen nun als ein Naturerlebnisgelände, die Flächen auch weiterhin als Retentionsraum und können durch Hochwasser überschwemmt werden. Werk- und Spielräume sowie auch die Toiletten befinden sich deshalb auch im oberen Stockwerk der Tenne und sind über eine raffiniert angelegte Rampe zu erreichen. 

Ein Ort der Begegnung – „der Biberhof lädt zum Verweilen, Grillen, Baden ein. Früchte der gepflanzten Obstbäume können geerntet und gegessen werden”, so Buhl weiter. Die Tenne könne auch ein Ort sein, an dem Ausstellungen oder Workshops stattfinden oder Geburtstage gefeiert werden. Wer möchte, kann die Gebäude bei der Stadt für Feierlichkeiten anmieten. 

Noch während der „Bauphase” war die Wildnisschule Allgäu mit der Ferienbetreuung in den Biberhof eingezogen. Die Montessorischule hält an mindestens einem Tag in der Woche ihren Unterricht dort ab; ihre Schüler hatten beim Umbau auch kräftig mit angepackt, sie hatten unter anderem bei der Gestaltung des Gartens mitgeholfen, hatten Bäume gepflanzt und vieles mehr. 

Seinen Namen trägt der Biberhof, weil „der Biber hier bereits gesichtet wurde”, erläuterte Buhl. Auch sei der Biber ein Tier, dass ständig arbeite und viel verändere. Veränderungen seien auch am Biberhof erwünscht, er werde sich weiterentwickeln und verändern. So sei für das kommende Jahr bereits eine Kräuterspirale geplant, die die Kräuterfrauen anlegen, auch eine Boule-Bahn sei angedacht. Bereits in diesem Jahr wollen die Kräuterfrauen die gepflänzten Kräuter ernten und auf dem Hof trocknen, um dann im Winter eine Sonthofer Teemischung herzustellen.

eva

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