Punktlandung beim Brückenbau

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Unterstützt von Mitarbeitern der Tiefbauverwaltung und deren Chef Christoph Wipper (von rechts) räumten Blaichachs Bürgermeister Christof Endreß und Vize-Landrat Alois Ried zusammen mit Burgbergs Bürgermeister Dieter Fischer und dem Oberallgäuer Landrat Anton Klotz die Sperren auf der neuen Brücke beiseite.

Der Brückenabbruch begann spektakulär – mit einer Sprengung. Die Verkehrsfreigabe der neuen Brücke über die Bundesstraße 19 und die Iller 16 Monate später gestaltete sich dagegen schlicht, als die Bürgermeister der Gemeinden Burgberg und Blaichach die Sperre wenige Tage vor Weihnachten aus dem Weg räumten.

Ganz fertig ist die neue Brücke zwar noch nicht, doch an der „Steilvorlage“ einer Verkehrsfreigabe noch im Jahr 2018 wollte niemand rütteln. Nach 16 Monaten Vollsperrung der OA 29 seit August 2017 läuft der Autoverkehr jetzt wieder wie gewohnt. Die lästige Umleitung über Bihlerdorf und Sonthofen ist passé, und vor allem in den Ortsdurchfahrten von Burgberg und Blaichach werde sich die Situation entspannen, wie Bürgermeister Christof Endreß und sein Kollege Dieter Fischer betonen.

Nicht nur die Autofahrer tun sich wieder leichter mit der „direkten Verbindung“ der beiden Orte. Besser, vor allem sicherer als je zuvor „läuft“ es jetzt für Radfahrer und Fußgänger. Ein zwei Meter breiter Geh- und Radweg ersetzt den schmalen Streifen, der auf der früheren Brücke zur Verfügung stand.

„Jetzt ist wieder verbunden, was zusammen gehört“, brachte Blaichachs Bürgermeister den Brückenschlag auf den Punkt. „Es wurde in gutes Ergebnis erreicht.“ Die Kreisstraße sei eine sehr wichtige und wertvolle Verbindung der beiden Orte und von großer Bedeutung, angefangen von den Schulen bis zu vielen weiteren „Beziehungen“ zwischen Blaichach und Burgberg.

Auf beiden Seiten der 165 Meter langen Brücke wurde die Bauzeit genutzt, um die Fortführungen der Kreisstraße OA 29 neu zu gestalten und zeitgemäß auszubauen. Der „Lückenschluss“ zwischen Burgberg und Blaichach bringe auch deutlich mehr Sicherheit, vor allem für Radler und Fußgänger, wie Landrat Anton Klotz unterstrich. Nach dem Neubau der Renkertobel-Brücke auf dem Riedbergpass sei dies der zweite große Brückenneubau innerhalb von zwei Jahren, den der Landkreis abhaken könne. Klotz dankte den Mitarbeitern aller beteiligten Firmen und nicht zuletzt „seiner“ Kreistiefbauverwaltung, die allesamt „hervorragende Arbeit“ leisteten. Rund neun Millionen Euro kostet der neuerliche Brückenschlag. 80 Prozent bekommt der Landkreis vom Freistaat Bayern erstattet. Zusammen mit dem Ausbau der Kreisstraße auf beiden Seite lautet die Schlussrechnung auf rund 16 Millionen Euro.

Ganz fertig ist der Neubau noch nicht. „Zu 98 Prozent“, wie Christoph Wipper, Chef der Kreistiefbauverwaltung schätzt. Im Frühjahr werden weitere Restarbeiten durchgeführt. Dann werde auch viel benutzte der Behelfssteg beseitigt, der nur angemietet worden sei, wie Wipper betont.

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