Bald wird es richtig eng

Straßensanierung und Brückenneubau: Blaichach wird zum Nadelör

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Im September wird die alte Illerbrücke abgebrochen. Schon nach den Osterferien werden in der Burgberger Straße in Blaichach die Arbeiten an der Kreisstraße beginnen.

Blaichach – In den kommenden Monaten wird es richtig eng werden in Blaichach. Nach den Osterferien beginnen die Bauarbeiten für die Sanierung der Burgberger Straße und im Spätsommer wird die große Brücke über die Iller – im Verlauf der Kreisstraße OA 29 nach Burgberg – dichtgemacht und abgebrochen.

Innerorts werden sich die Blaichacher auf Verkehrsbeschränkungen und Umleitungen einstellen müssen. Überörtlich wird der Fahrzeugverkehr über Sonthofen geführt. Details konnten die Bürgerinnen und Bürger bei einer Informationsveranstaltung aus erster Hand erfahren.

Von einer „großen Baumaßnahme“ spricht Blaichachs Bürgermeister Christof Endreß. Doch scheint der Zeitpunkt gut gewählt, weil die Gemeinde für die längst fällige Sanierung der Burgberger Straße im Zuge der Kreisstraße OA 29 die Bauarbeiten für den Neubau der Illerbrücke nutzen kann.

„In einem Aufwasch“ will die Gemeinde dabei auch die Kanal- und Wasserleitungen im Verlauf der Straße und auf der Weidachstraße in Richtung Osterberg teilweise erneuern und das Leitungsnetz optimieren. Die Anlieger können dabei auch falls erforderlich neue Hausanschlüsse verlegen lassen. „Zu relativ günstigen Kosten“, wie Thomas Schneider vom Ingenieurbüro Scheider & Theisen betont. Die Arbeiten in der Burgberger Straße laufen unmittelbar nach den Osterferien an. Im Mai beginnen die Bauarbeiten am Wasserleitungs- und Kanalnetz. Für den Durchgangsverkehr wird die Straße gesperrt sein.

Insgesamt ist die Sanierung der Kreisstraße OA 29 in drei Abschnitte aufgeteilt. Abschnitt 1 ist die Blaichacher Seite mit dem innerörtlichen Straßenausbau bis zur Illerbrücke. Die Burgberger Straße wird im sogenannten Regelquerschnitt ausgebaut bei einer Gesamtfahrbahnbreite von 5,5 Metern. Auf der südlichen Straßenseite wird der Rad-/Gehweg durchgängig 2,5 Meter breit; auf der Nordseite 1,5 Meter.

Ab Herbst 2017 folgt der Abriss und Neubau der Illerbrücke. Mitte September ist die Sprengung des Brückenkörpers geplant. Christof Wipper von der Kreis-Tiefbauabteilung rechnet mit der Fertigstellung der neuen Brücke bis Ende 2018. Der Neubau hat eine Spannweite von 165 Meter und wird in Fertigteilen als 5-Feld-Brücke erstellt; zwei Pfeiler stehen im Flussbett der Iller.

Fußgänger und Radler können mit einer kleinen Umleitung und einer Behelfsbrücke am Nordufer des Baggersees über die Iller gelangen. Dazu wird der Fußweg am Baggersee bis zum Durchlass unter der B 19 erweitert und tauglich für den Winterdienst gemacht, wie Bürgermeister Endreß versichert. Auch eine provisorische Zufahrt zu den Schrebergärten soll es geben.

Im dritten Bauabschnitt (Mitte 2018 bis Mitte 2019) wird die Kreisstraße auf Burgberger Seite saniert. Insgesamt investiert der Kreis rund 12 Millionen Euro; wobei zwei Drittel der Kosten auf den Brückenbau entfallen.

Die Anwohner der Burgberger Straße mit ihren Nebenstraßen und dem Wohngebiet „Im Krummen“ werden lange Zeit mit Straßensperrungen und Umleitungen leben müssen. „Zu gewissen Zeiten“ werden manche Häuser nicht direkt erreichbar sein, wie der Bürgermeister betont. „Aber Straßenbau über Nacht ist noch nicht erfunden.“ Die meisten Anwohner sehen den kommenden Monaten aber gelassen entgegen: man werde schon irgendwie klarkommen...

Bürgermeister Christof Endreß entließ die rund 200 Besucher der Informationsveranstaltung mit der Aussicht auf eine „weitgehend unbürokratische Abwicklung“ und dem Hinweis: „Ohne Beeinträchtigung kein Neubau. Wer die Straße kennt, weiß wovon ich rede.“ Manch einer werde in drei Jahren sagen: Gut, dass man‘s gemacht hat.

gts

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