Der Schwarm aller Bienen

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Gärtnerei-Chefin Stefanie Frank (von links) taufte zusammen mit Landrat Anton Klotz, Dr. Wolfgang Besener vom Landwirtschaftsamt Augsburg-Friedberg, sowie Fischens Bürgermeister Edgar Rölz und Andreas Zwickel vom Gärtnerei-Verband Schwaben den „Frechen Michel“ und die Mini-Gurke „Lilli Liliput“.

In Fischen wurde jetzt Bayerns Pflanze des Jahres präsentiert. Mit einer symbolischen Taufe in der Gärtnerei Frank stellten Landrat Anton Klotz als Pate und Andreas Zwickel vom Bezirksverband Schwaben im Bayerischen Gärtnerei-Verband e.V. den Ziersalbei Frecher Michel und das Gemüse des Jahres vor.

Eine ausgesprochen bienenfreundliche Pflanze wurde heuer zur „Blume des Jahres“ gekürt. Attraktive Blüten für Bienen und andere Insekten zeigt der „Freche Michel“, ein neuer Ziersalbei, schon ab Anfang Mai. Und damit liege der Bienenfreund ganz auf Kurs, wenn es darum geht, die Artenvielfalt zu fördern, stellte der „Pate“ der Pflanzentaufe, der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, fest.

Artenschutz und Regionalität seien letztlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Und im Oberallgäu wird schon vieles praktiziert was im jüngsten Volksbegehren gefordert wurde“, so Klotz. Mehr als 20 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in der Ökomodell-Region Oberallgäu produzierten nach anerkannten Bio-Richtlinien; auch beim Vertragsnaturschutz sei die Region führend. „Regionalität ist das moderne bio“, unterstrich der Landrat weiter. Man müsse dem Verbraucher den Stellenwert der regionalen Produkte – sowohl aus der Landwirtschaft als auch aus dem Gärtnereibetrieb – immer wieder verdeutlichen.

Andreas Zwickel, Bezirksvorsitzender Schwaben im Bayerischen Gärtnerei-Verband, beschrieb den „Frechen Michel“ als ausgesprochen bienenfreundliches Gewächs im Topf, Kasten oder Beet. Der neue Ziersalbei blühe vom Frühjahr bis in den Spätsommer und sei so über Monate eine „gute Adresse“ für Bienen und andere Insekten. Also auch zu Zeiten, wo die klassischen Sommerblumen noch nicht blühten, erklärte Andreas Zwickel.

Als Gewürz oder Tee eignet sich der intensiv blauviolett blühende „Freche Michel“ allerdings nicht. Diese Rolle bleibt dem echten Salbei vorbehalten. Der „liebenswerter Schlingel“ ist jedoch ein idealer und unkomplizierter Begleiter anderer Pflanzen. Er füllt gern Plätze in Kasten, Topf und Beet aus, ohne jedoch seine Nachbarn zu verdrängen.

Bayerns Gärtner denken nicht nur an die „Optik“, sondern auch an den Genuss. „Lilli Liliput“ heißt das „Bayerische Gemüse des Jahres“, das bei der Taufzeremonie in der Gärtnerei Frank zusammen mit dem „Frechen Michel“ vorgestellt wurde. Die kleine Gurkensorte braucht nicht so viel Platz wie ihre große „Schwester“, sorgt aber für kleine und handliche Früchte aus eigenem Anbau. Die Minigurken seien der perfekte Sommersnack und eigenen sich sowohl für den Salat als auch als gesunde Nascherei. Noch regionaler gehe es kaum, meinte Gärtnerei-Chefin Stefanie Frank. Schon vor sieben Jahren war die Gärtnerei Frank Schauplatz einer Blumentaufe“; im Jahr 2011 war es „Trio Mio“, der vom damaligen Landrat Gebhard Kaiser „getauft“ wurde.

Noch in diesem Jahr wird die Gärtnerei Frank eine neue Zufahrt bekommen: Die Arbeiten an der Baustelle laufen bereits auf vollen Touren. Die vor allem für große Lieferfahrzeuge und LKW schwierige Anfahrt gehört dann ebenso der Vergangenheit an, wie das enge „Schlupfloch“ der bisherigen Unterführung unter der Bundesstraße 19. Dann sei das Unternehmen für das 100-jährige Jubiläum im Jahr 2021 gerüstet, freut sich Stefanie Frank.

gts

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