Ausbildung wird bei Bosch groß geschrieben

Blaichacher Bosch-Bildungsoffensive

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Amelie (links) und Agnes sind im zweiten Jahr der Ausbildung zur Mechatronikerin und demonstrierten ihre selbst entwickelte Sortieranlage.

Blaichach - Als „Zeichen für die Zukunft“ und als „Bekenntnis zum Bosch-Standort Allgäu“ wertet die Bosch-Gruppe ihr neues Bildungszentrum in Blaichach. Die innerbetriebliche Weiterbildung und die technisch-gewerbliche Ausbildung sind damit unter einem Dach vereint.

Dank dem „Blaichacher Geist“ der Bosch’ler sei das Projekt innerhalb von gerade einmal gut sechs Monaten umgesetzt worden, so Rupert Hoellbacher, der Technische Werkleiter bei Bosch. „Wir haben jetzt zusammengeführt, was zusammen gehört“, sagte Hoellbacher. 

Vor einem dreiviertel Jahr habe er selbst noch nichts von den Plänen gewusst, gab der Werkleiter bei der offiziellen Einweihung zu. Dass es gelungen sei, die Überlegungen so schnell in die Tat umzusetzen, sei letztlich dem „Blaichacher Geist“ zuzuschreiben. „Kaum vorstellbar, was Menschen vermögen, wenn man sie beflügelt.“ 

Wer durch Blaichach fährt, kommt am neuen Bosch-Bildungszenztrum nicht vorbei. Das markante Gebäude Bh 101, die frühere Hauptpforte an der Sonthofener Straße, beherbergt in zwei Stockwerken das Bildungszentrum. Hier ist die Ausbildung untergebracht; die Lehrwerkstatt war aus Platzgründen bereits vor einiger Zeit von Immenstadt-Seifen nach Blaichach verlagert worden. Die neue Lehrwerkstatt mit insgesamt 64 hochmodernen Maschinen erfüllt alle Anforderungen an eine zeitgemäße Ausbidung auf höchstem Niveau. Das erste Stockwerk wird für die innerbetriebliche Weiterbildung genutzt. Ein anspruchsvolles Raumkonzept erlaubt hier eine vielseitige Nutzung, auch Seminare und Tagungen können stattfinden. 

In der innerbetrieblichen Weiterbildung werden hier jährlich rund 4000 Seminarteilnehmer ihre Qualifikation erweitern. Die Schulungsräume sollen zukünftig auch anderen Bosch-Werken und externen Interessenten offen stehen. Damit erlange das Bildungszentrum eine regionale Bedeutung. „Diese Investitionen sind rentabel“, so Hoellbacher, „sie werden sich für Bosch im Allgäu langfristig auszahlen.“ 

Bildung und lebenslanges Lernen würden bei Bosch seit jeher groß geschrieben und seien schlechterdings die Basis für wirtschaftlichen Erfolg, ergänzte Johannes Lauterbach, der Kaufmännische Werkleiter bei Bosch in Blaichach. Wie sein Kollege Hoellbacher einnerte Lauterbach an eine Feststellung von Firmengründer Robert Bosch: „Auf der Ausbildung tüchtiger Mechaniker und Techniker beruht die Zukunft unserer Industrie und jeder Fortschritt auf technischem Gebiet.“ Diesem Anspruch fühle sich das Unternehmen stets verpflichtet. Hoelbacher: „Wir sind stolz, den Auftrag des Firmengründers fortsetzen zu können.“ 

Von der Vernetzung in einem Haus verspricht man sich bei Bosch mehrere Vorteile. Einmal hätten so die angehenden Facharbeiter und Ingenieure die Möglichkeit, ausbildungsübergreifend technische Projekte zu planen, zu entwerfen und umzusetzen. Zum anderen würden auch die Inhalte von Aus- und Weiterbildung eng verzahnt, um Synergieeffekte zu nutzen. Bosch bietet in seinen Werksteilen Blaichach und Immenstadt derzeit rund 200 Ausbildungsplätze in technisch-gewerblichen Berufen an und schließt jährlich rund 65 neue Ausbildungsverträge ab. 

Der Betriebsratsvorsitzende, Dieter Lochbihler, konnte anlässlich der Einweihung des Bildungszentrums eine „frohe Botschaft“ bekannt geben, die im Zukunftspapier für Bosch im Allgäu festgehalten ist: Alle Lehrlinge werden in Zukunft unbefristet von Bosch übernommen. Für Blaichach sei das Bildungszentrum der Firma Bosch eine weitere Aufwertung und ein Bekenntnis zum Standort, meinte nicht zuletzt der Zweite Bürgermeister der Gemeinde, Christian Neuert. „Bosch bringt damit Leben in den Ort; Bosch ist gut für Blaichach.“

Josef Gutsmiedl

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