Bosch-Azubis erobern mit „tatvorort“-Projekten die Herzen ihrer Projekt-Kunden

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Glückliche Gesichter beim Projekt für Iris Roth (Rollstuhl), rechts daneben Kornelia Brams und Robert Walter (Allgäuer Werkstätten), links außen: Ausbildungsleiter Hermann Strunz.

Blaichach – Seit 2011 engagieren sich Auszubildende im zweiten Lehrjahr der Robert Bosch GmbH vom Werk Blaichach mit „tatvorort“-Projekten in Schulen und sozialen Einrichtungen. In den inzwischen 36 Projekten haben sie schon viele Sympathiepunkte erworben und heuer kamen neue dazu.

So insbesondere bei den externen Projekten an den Oberstdorfer und Immenstädter Grundschulen und bei den Allgäuer Werkstätten. Zwei Projekte verfolgten erstmalig werksinterne Aufgabenstellungen. Die „tatvorort“-Projekte haben es in sich, denn für die Planung und Ausführung hatten die Azubis nur vier Wochen Zeit und nur ein Bosch-Budget in Höhe von 500 Euro. Die Herausforderungen haben sie jeweils mit großer Freude angenommen und mit Teamgeist und Selbstbewusstsein realisiert.

Zaunmändle für Oberstdorf

„Plötzlich waren die Boschler da, als wären sie schon immer da gewesen“, erzählte die Oberstdorfer Grundschulrektorin Anita Sutor. „Sie waren vier Wochen lang eine große Attraktion bei uns.“ Die Schüler hätten die Arbeiten sehr aufmerksam verfolgt und sich darüber gefreut, selbst mitwirken zu dürfen. So durften die Schüler die „Zaunmändle“ anmalen, darunter auch zwei blaue Boschler. Die „Zaunmändle“ sind laut Sutor ein absoluter Hingucker und eine schöne Erinnerung an das „tatvorort“-Projekt in Oberstdorf. Die Bosch-Azubis haben bei diesem Vorhaben auch noch auf dem Pausenhof Holzbänke, einen Balancierparcours sowie eine Skulptur aus alten Schulmöbeln gefertigt. „Mögen noch viele Schulen und soziale Einrichtungen in den Genuss von „tatvorort“-Projekten kommen!“, wünschte eine sehr zufriedene Grundschulrektorin.

Grünes Klassenzimmer für Immenstadt

An der Immenstädter Königsegg-Grundschule hieß es für ein anderes Team ein „grünes Klassenzimmer im Pausenhof“ zu gestalten. Die Azubis mussten dabei richtig anpacken. Sie mussten einen Hügel abtragen, Kies auffüllen, Holzgerüst, Sonnenschutz und Sitzbänke anfertigen. „Als Belohnung gab es ein Dankeschön-Tänzchen von den begeisterten Grundschüler“, erzählt Rektor Bernhard Gessenharter. Er habe allergrößten Respekt vor der Leistung der jungen Leute.

"Mutterbefettmaschine" für die AW

Eine besondere technische Herausforderung gab es für die Azubis bei den Allgäuer Werkstätten. Hier galt es, eine „Mutterbefettmaschine“ für eine körperbehinderte Mitarbeiterin zu konstruieren und zu bauen. Die Sozialdienstkoordinatorin, Kornelia Brams, und der Werkstattleiter der Allgäuer Werkstätten, Robert Walter, waren von dem Engagement und der Professionalität der Azubis und von der hochwertigen Apparatur sehr angetan. „Die Maschine ist für mich etwas ganz Besonderes.“ erzählte die Nutzerin Iris Roth, „Damit kann ich meine Arbeit ganz alleine machen und das macht mich ganz arg glücklich!“ Bei solchen Vorzeigeprojekten traten die Bosch-internen Aufgabenstellungen wie Ergonomieverbesserungen einer Anlage und Bau einer Apparatur zur Fertigung von beidseitigem Schleifpapier etwas in den Hintergrund. Doch auch hierbei bewiesen die Azubis ihre bereits erworbenen Kompetenzen wie Team- und Organisationsfähigkeit, Verantwortungs- und Entscheidungsbereitschaft, Kreativität und Innovationsfreudigkeit sowie Spaß an neuen Herausforderungen.

Die Abteilungsleiterin für Aus- und Weiterbildung, Martina Steinacker, freute sich über die erfolgreichen „tatvorort“-Projekte und gratulierte dem Ausbildungsleiter Hermann Strunz und seinen Azubis für die tollen äußerst professionellen Leistungen. „So verschieden die Projekte sind,“ lobte sie, „so wertvoll sind sie.“

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Hans Ehrenfeld

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