Mehr als "geht schon" bei Bosch

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Andreas Schubert (von links), Geschäftsführer Great Place to Work®, Jochen Kärcher (Technischer Leiter Robert Bosch – Werk Blaichach), Bernhard Loesel, Leiter Personal Robert Bosch Werk Blaichach, Susanne Obert, Vorstand des ‚Das Demographie Netzwerk e. V.‘ (ddn), mit dem Oberallgäuer Landrat Anton Klotz und Klaus Fischer von der Allgäu GmbH.

Blaichach – Das international tätige Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work® hat im Rahmen des Arbeitgeberwettbewerbs Deutschlands Beste Arbeitgeber den Sonderpreis „Demographiebewusstes Personalmanagement“ verliehen.

Die Kölner Experten für Arbeitsplatzkultur kürten gemeinsam mit den Projektpartnern ,Das Demographie Netzwerk e.V.’ (ddn) und Allgäu GmbH die Robert Bosch GmbH – Werk Blaichach als Preisträger.

„Die Auszeichnung steht für einen umfassenden und systematischen Ansatz des Unternehmens, den Herausforderungen des demographischen Wandels aktiv durch Maßnahmen und Instrumente gerecht zu werden“, so Andreas Schubert, Geschäftsführer Great Place to Work®, zum Verdienst des Preisträgers.

Für den Allgäuer Hersteller von elektronischen Fahrzeugteilen ist das Thema Demographie von besonderer Bedeutung, auch im Hinblick auf das durchschnittliche Alter der Mitarbeitenden von 43 Jahren. Interne Demographieanalysen prognostizieren zudem einen deutlichen Anstieg des Durchschnittalters, wonach sich beispielsweise die Anzahl der über 60-jährigen bis 2020 verzehnfachen wird.

„Für die Robert Bosch GmbH Werk Blaichach ist ‚Demographiebewusstes Personalmanagement‘ ein unverzichtbares Strategiefeld für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft. Positives Leadership und die Einbindung aller Mitarbeitenden sind hierbei der Schlüssel“, so Bernhard Loesel, Leiter Personal, zur Wichtigkeit dieses Themas.

Dem demographischen Wandel die Stirn bieten

Entsprechend dieser Priorisierung ist das Thema Demographie zum entscheidenden Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden und findet sich in den Strategiefeldern Zukunft & Mensch wieder. Hier besteht auch eine enge Verbindung zum hausinternen Gesundheitsmanagement, welches – gestärkt durch eine Gesamtbetriebsvereinbarung – insbesondere die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden aufrechterhalten und fördern soll.

Abgeleitet von den Strategiefeldern begegnet Robert Bosch in Blaichach den demographiebedingten Veränderungen mit zahlreichen, effektiven Maßnahmen. Diese orientieren sich, um den demographischen Wandel erfolgreich zu gestalten, an einem umfassenden Leitbild, welches eine grundsätzliche Sensibilisierung für das Thema Demographie sowie die Prämisse vorgibt, die Arbeitsfähigkeit bis in die Rente zu ermöglichen.

Effektive Instrumente zeigen Wirkung

Zu den erfolgreichen Personalmaßnahmen, die aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit auch den Ausschlag für die Auszeichnung gaben, zählen unter anderem„Lebenslanges Lernen und Qualifizieren“, „Mitarbeitergewinnung und -bindung“ sowie die „Bedürfnisorientierte Arbeitsplatzgestaltung“.

Aber auch die Förderung des Wissensaustausches zwischen den Generationen ist für das Unternehmen ein besonderes Anliegen. Das sogenannte Generationstandem ist ein Pilot-Projekt, welches die Möglichkeit bietet, Wissen und Erfahrungen von „Jung und Alt“ auszutauschen. Dieses helfe den Generationen, sich gegenseitig besser zu verstehen und Mitarbeitende eng miteinander zu vernetzen.

Die Akademie 45+ möchte Mitarbeitende ab 45 Jahren mit ausgewählten Weiterbildungen und Gesundheitsangeboten ansprechen. Auch die Führungskräfte werden hinsichtlich der demographiebewussten Personalführung seitens der Akademie 45+ und durch Führungswerkstätten geschult.

Die Projektgruppe Mensch@industrie4.0 beschäftigt sich mit allen Bereichen rund um das Thema Arbeitsbedingungen in der Produktion der Zukunft. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Technik die Arbeit beeinflussen wird.

Dass die angewendeten Personalinstrumente – auch über den Aspekt „Demographie“ hinaus – wirksam seien, ließen die Ergebnisse der aktuellen Mitarbeiterbefragung erkennen, erklärt Loesel weiter. So bekennen sich der Befragung zufolge 81 Prozent der teilnehmenden Mitarbeitenden zu der Aussage „Alles in allem kann ich sagen, dies hier ist ein sehr guter Arbeitsplatz“, welches einen sehr guten Wert im Bereich der Industrie widerspiegelt.

Auch die Bemühungen des Preisträgers in Sachen Gesundheit kommen bei den Mitarbeitenden des Unternehmens im Allgäu gut an, so stimmen 86 Prozent der Beschäftigten der Aussage zu, dass „Mitarbeitende hilfreiche Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit erhalten“.

Great Place to Work® ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsnetzwerk, das Unternehmen in rund 50 Ländern weltweit bei der Entwicklung einer attraktiven und leistungsstarken Unternehmenskultur unterstützt. Der Fokus liegt dabei auf der Schaffung eines hohen Maßes an Vertrauen, Stolz und Teamgeist in der Zusammenarbeit und der Gestaltung unterstützender und förderlicher Maßnahmen des Personalmanagements. Neben unternehmensspezifischen Analyse- und Beratungsangeboten ermittelt das Institut im Rahmen überregionaler, regionaler und branchenspezifischer Benchmark-Untersuchungen in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern aus Wirtschaft, Verbänden und Medien regelmäßig sehr gute Arbeitgeber und stellt diese der Öffentlichkeit vor. Das deutsche Great Place to Work® Institut wurde 2002 gegründet und beschäftigt am Standort Köln derzeit 80 Mitarbeitende.

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