Brücke in den Beruf

Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Abschlussschüler der Staatlichen Berufsschule Immenstadt verabschiedet. Die Absolventen mit den herausragenden Notendurchschnitten wurden mit Preisen der Schule, des Landkreises und des Bezirks ausgezeichnet. Schulleiter Dieter Friede gratulierte den rund 180 Schulabgängern des Winterhalbjahres zum Start ins Berufsleben: Die Berufsausbildung sei wie „eine Brücke“ ins Berufsleben.

„Das duale System der Berufsausbildung bietet Jahr für Jahr rund zwei Drittel aller Schulabsolventen die Chance, einen Beruf zu erlernen, mit dem sie anschließend direkt ins Arbeitsleben einsteigen können“, betonte Dieter Friede in seiner Rede vor den Abschlussschülern und ihren Angehörigen und den Vertretern der Ausbildungsbetrieben. Diese Brücke, die ins Beschäftigungsverhältnis führe, sei allerdings deshalb von konjunkturellen und demografischen Entwicklungen fast ebenso abhängig wie der gesamte Arbeitsmarkt. Eine moderne Berufsausbildung finde nur statt, wenn die Schule Erfahrungen aus der Arbeitswelt reflektiere und aufbereitet, so Schulleiter Friede weiter. Die berufliche Kompetenz beruhe zu mehr als 70 Prozent auf solchen Arbeitserfahrungen. Andererseits wäre man weit entfernt von einer modernen Berufsausbildung, würde man sich nur auf die reine Praxis – auf „learning by doing“ - verlassen. Für Friede folgt daraus: „Unsere duale Ausbildungstradition und die gerade jetzt erforderliche Innovationsfähigkeit bedingen sich.“ Mehr noch: Bildung treibt die Wirtschaft an. „Und deren Wachstumsgrenzen sind eigentlich erst dann erreicht, wenn wirklich alle alles wissen“, meint Dieter Friede weiter. „Seien Sie optimistisch!“ gab die Stellvertretende Landrätin, Gertrud Knoll, den Schulabgängern mit auf den Weg. Und wie immer man Glück definieren möge, Glück sei nicht das Ziel, sondern der Weg, wie ein Spruch aus Tibet feststellt. „Setzen Sie die Segel für die Suche nach Ihrem persönlichen Glück. Aber spielen Sie nicht den Glücksritter, steuern Sie erreichbare Ziele an.“ Mit Preisen der Schule, des Landkreises und des Bezirks wurden die Jahrgangsbesten ausgezeichnet. Den bestmöglichen Notendurchschnitt von 1,0 erreichte Caroline Fietz, die bei der Stadtverwaltung Kempten eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abschloss. Sie erhielt den Preis der Regierung von Schwaben. Und das „Kunststück“, mit einem guten Notendurchschnitt den Mittleren Bildungsabschluss zu erreichen, schafften vier KFZ-Mechatroniker und eine Köchin. Der Schulpreis wurde an 13 Schülerinnen und Schüler vergeben, der Landkreispreis an acht weitere Absolventen der Staatlichen Berufsschule.

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