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Nordische WM 2021: Bündnis hat ökologische Aspekte im Blick

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Bei der „Nordischen Ski-WM sollen Umweltschutz und Ökologie nicht hinten runter fallen, fordern die Grünen.

Oberstdorf – Das „Bündnis für eine ökologische Nordische WM 2021“ mahnt dringend weitere wichtige ökologische Maßnahmen beim Verkehr, Energie, Müllvermeidung und Vermarktung an.

Das Bündnis aus Grünen und der ÖDP weist darauf hin, dass neben dem Bauprogramm wichtige Aspekte der Nordischen Weltmeisterschaft 2021 unbedingt angepackt werden müssen, um die WM zu einer ökologisch nachhaltigen Weltmeisterschaft mit Vorbildcharakter zu machen. Bisher sei ausschließlich über das Bauprogramm diskutiert und verhandelt worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Bündnisses. Dieses Bauprogramm ist in den Augen der Bündnispartner mit 40 Millionen Euro eindeutig überdimensioniert.

Wichtige Aspekte dieser Sportgroßveranstaltung in drei Jahren seien aber auch ein gutes Verkehrs- und Energiekonzept, ein Müllvermeidungs- und ein Vermarktungskonzept für regionale Produkte. Für Bergith Hornbacher-Burgstaller, Gemeinderätin von Bündnis 90/Die Grünen in Oberstdorf, ist „der Zubringerverkehr eine der größten Herausforderungen“. „Es bedarf einer Vorrangstellung des ÖPNV und einer größtmöglichen Vermeidung von Individualverkehr nach Oberstdorf während der Veranstaltung“.

Michael Finger, Kreisrat der ÖDP, betont, „dass auch schon für die Bauphase ein Verkehrskonzept erarbeitet werden muss, um den Verkehr für Langenwang, Fischen und die Anlieger in Oberstdorf erträglich zu gestalten. Außerdem muss der Entwicklung der E-Mobilität Rechnung getragen werden und mehr E-Zapfsäulen installiert werden.“

Das Bündnis fordert Überlegungen, wie in der Bauphase und während der Veranstaltung Energie und Müll eingespart werden kann. Der Allgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring unterstreicht: „Ohne regionale Produkte kann eine Region nicht wirklich nachhaltig von einer Sportgroßveranstaltung profitieren. Es wird aber bei der Regionalvermarktung größte Schwierigkeiten geben, weil ein Großteil der Vermarktungsrechte schon veräußert worden sind. Weder bei der Vierschanzentournee noch bei der Skiflug-WM gab es in den Stadien zum Beispiel heimische Biere.“

Das Umwelt- und Nachhaltigkeitsgremium, Teil der Veranstaltungs-GmbH, hat ein ökologisches Leitbild entwickelt, indem die Grundlagen einer möglichst ökologischen „Nordischen“ gelegt sind. Als Mitglied dieses Gremiums meint der Landtagsabgeordnete Ulli Leiner: „Es ist höchste Zeit, dass dieses Leitbild dem Gemeinderat Oberstdorf vorgelegt und dort intensiv beraten wird und in die Gesamtplanung der WM einfließt.“

Die Bündnispartner sehen mit Sorge, dass Oberstdorf unter Zeitdruck stehe und die ökologische Nachhaltigkeit auf der Strecke bleiben könnte.

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