Buhl unterzeichnet EU-Bürgermeisterkonvent

Bürgermeister Hubert Buhl (rechts) dankte demn Jugendlichen für ihre konstruktive Teilnahme am ALPSTAR Workshop „Klimaneutrale Alpen = Gutes Leben - Wie Kommunen erfolgreich Klima machen“. Foto: Hans Ehrenfeld

Vergangene Woche fand in Sonthofen ein Alpstar-Workshop statt. Alpstar ist ein Projekt des Vereins „Alpenstadt des Jahres“. Seit der Auszeichnung der Stadt Sonthofen im Jahr 2005 ist Sonthofen Mitglied dieses Vereines mit 14 Mitgliedern aus sechs Ländern. Das EU-geförderte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Maßnahmen zum Klimaschutz zu sammeln, zu bewerten und umzusetzen. Die Ergebnisse sollen als alpenweite Mindeststandards dann anderen Regionen zum Beispiel dienen.

Ziel des Workshops unter dem Motto „Klimaneutrale Alpen = Gutes Leben - Wie Kommunen erfolgreich Klima machen“ war die Erörterung effizienterer Maßnahmen zum Klimaschutz. Dazu wurden in vier Arbeitsgruppen Themen wie „Energieeffizientes Bauen: Ein Gewinn für Haushalt, Umwelt und Lebensqualität“, „Mit der Kraft der Natur: 100 Prozent autark mit erneuerbaren Energien“, „Klimawandel und Du - Wie Gemeinden Menschen motivieren“ und „Bürgermeisterkonvent und Berggebiete: Vom Aktionsplan zum guten Beispiel“ erörtert. In einer Exkursion wurde auch das Sonthofer Gymnasium als Paradebeispiel für eine vorbildliche energieeffiziente Gebäudesanierung besucht. Helmuth Moroder, Generaldirektor der Stadt Bozen/Italien, resümierte: „Bei den Diskussionen ging es nicht mehr darum, ob Klimaschutz notwendig sei, sondern darum, wie die Prozesse beschleunigt werden, welche Anreize zum Mitmachen geschaffen werden können. Der Prozess hat begonnen. Wir befinden uns in einem Megatrend, den wir nutzen müssen.“ Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Beitritt der Stadt Sonthofen zum Bürgermeisterkonvent. Der erste Bürgermeister der Stadt Sonthofen, Hubert Buhl, unterzeichnete vor den Augen von Miguel Morcillo (Klima-Bündnis - Europäische Geschäftsstelle), Helmuth Moroder (Generaldirektor der Stadt Bozen/Italien), Landrat Gebhard Kaiser und Dr. Thorsten Böhm (eza) den Bürgermeisterkonvent. Der Konvent ist die erste Bewegung, welche Städte und Gemeinden direkt mobilisiert und ihre Rolle im Kampf gegen den Klimawandel offiziell anerkennt. Die Stadt geht damit vorbildliche Verpflichtungen für den Umweltschutz ein. Sie erklärt, die von der EU für 2020 gesteckten Ziele, die CO2-Emissionen um 20 Prozent zu reduzieren, noch übertreffen. Sie beabsichtigt, innerhalb eines Jahres einen Aktionsplan für nachhaltige Energie vorzulegen. Auch wird die Stadt mindestens alle zwei Jahre einen Umsetzungsbericht für Bewertungs-, Überwachungs- und Überprüfungszwecke vorlegen. Sie will in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und mit anderen interessierten Kreisen Energietage veranstalten, um Bürger an den Möglichkeiten und Vorteilen einer intelligenteren Energieverwendung partizipieren zu lassen. Sonthofen nimmt an der jährlichen EU-Konferenz der Bürgermeister teil und wirkt aktiv mit. Landrat Kaiser, Augenzeuge des Aufstiegs seiner Kreisstadt in den europäischen Umweltschutz-Olymp für Kommunen, beglückwünschte die Stadt zu diesem Schritt. „Dies passt hervorragend zu den Zielen des Landkreises.“ Sonthofen habe sich im Umweltschutz bereits mehrfach ausgezeichnet, ganz besonders durch die vorbildliche energetische Sanierung des Gymnasiums. Es gebe aber noch viel zu tun. Er erhoffe sich baldige motivierende Vorgaben auf Landes- und Bundesebene für eine steuerliche Entlastung bei Investitionen in energieeffizienten Maßnahmen. Eine praktische Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen sei wichtiger als Diskutieren. Und gerade hier übe die Stadt Sonthofen eine Vorbildfunktion aus.

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