Bundespolizei warnt vor riskanten Abenteuern und Mutproben

Bahngelände ist kein Spielplatz

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Bahnanlagen sind kein Spielgelände, warnt die Bundespolizei.

Oberallgäu– Die Sommerferien stehen in den Startlöchern. Nun bleibt wieder mehr Zeit für gemeinsame Aktivitäten, tolle Erlebnisse und Spielen im Freien. Für ungetrübte Ferien appelliert die Bundespolizei besonders zu Beginn der Urlaubszeit an Kinder und Jugendliche, sich von Bahnanlagen fernzuhalten. Eltern legt sie nahe, den Nachwuchs vor Gefahren zu warnen.

Betreten von Bahnanlagen an den dazu nicht vorgesehenen Stellen ist verboten. Züge fahren rund um die Uhr, können nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg. Beispielsweise braucht ein Zug, der mit 100 km/h unterwegs ist, bei einer Vollbremsung etwa einen Kilometer, um zum Stehen zu kommen. Die modernen Züge werden außerdem immer leiser und sind somit erst spät zu hören. Ob Selfies im Gleisbereich, Mutproben, Spielen am Gleisbett, Steine auf Schienen legen, Abkürzungen über Gleise oder Umgehen von geschlossenen Schranken – nicht selten führen unterschätzte oder nicht erkannte Gefahren zu schlimmen, manchmal sogar tödlichen Unfällen.

Bahnstrom ist lebensgefährlich

Die Oberleitungen stehen unter einer Spannung von bis zu 15.000 Volt. Selbst ohne direkten Kontakt sind lebensgefährliche Spannungsüberschläge möglich. Eine Annäherung von eineinhalb bis zwei Metern, zum Beispiel durch das Klettern auf abgestellte Waggons, Steigenlassen von Drachen oder Luftballons, kann zu einem tödlichen Stromschlag führen.

Erst Mitte Juli musste die Lindauer Bundespolizei einschreiten, weil sechs Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren vom Steinufer des Bahndammes in den Bodensee sprangen. Auf dem Bahndamm, als Verbindungsstelle zwischen dem Festland und der Insel Lindau, befinden sich mehrere befahrene Gleise. In diesem Fall kamen die Kinder mit einer eingehenden Belehrung der Beamten und der Eltern davon. Dass Gefahren nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden, zeigt ein Unglück in Niederbayern. Hier kam es zu einem tragischen Unfall, bei dem ein 16-Jähriger, der offenbar die Gleise überqueren wollte, von einem Zug erfasst und getötet wurde.

Die Bundespolizeiinspektion Kempten schützt mit ihren Revieren Weilheim und Lindau auf 220 Grenzkilometern zwischen Bodensee und Ammergebirge die Schengen-Binnengrenze zu Österreich, um grenzüberschreitende Kriminalität und irreguläre Migration zu verhindern.

Zudem sorgen die Bundespolizisten auf 560 Streckenkilometern und 90 Bahnhöfen für die Sicherheit des Bahnverkehrs und der Reisenden. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf die Landkreise Landsberg am Lech, Lindau, Ober-, Ost-, Unterallgäu und Weilheim-Schongau, sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen.

Weitere Informationen zur Bundespolizei auch unter www.bundespolizei.de

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