Diskussion über die Sicherung der Versorgung mit regionalen Produkten

Ohne Bauern geht es nicht

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Alfons Zeller (von links), Theresia Schwarz, Dietmar Wolz, André Eckardt und Armin Kling waren sich einig, dass die bäuerliche Landwirtschaft in der Region gefördert werden muss.

Die CSU Burgberg hatte zu einer Diskussion über die Sicherung der Versorgung mit regionalen Produkten, Erhalt der Kulturlandschaft durch die Berglandwirtschaft, die Vermarktung der „Bergbauernmilch“ sowie den Erfahrungen eines „regionale Küche“-Anbieters eingeladen.

Burgberg – Zu Beginn zeigte Alfons Zeller, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerische Bergbauern, in einem Impulsvortrag die Bedeutung der Berglandwirtschaft für die Umwelt, für den Tourismus und für den Klimaschutz auf. Der europäische Alpenbogen könne auch als Regenwald Europas bezeichnet werden. „Durch die Arbeit unserer Bergbauernfamilien zählen unsere Alpen zu den artenreichsten Standorten für Fauna und Flora. Der Erhalt dieser hohen Biodiversität ist unseren Bergbauern zu verdanken, die der Unterstützung durch die ganze Gesellschaft bedürfen.“ 

CSU-Kreisrätin Theresia Schwarz stellte die Initiativen des Vereins „Allgäuer Alpgenuss“ vor. „Alpgenuss“ ist ein Verbund von Produzenten, die ortsnah heimische und regionale Produkte herstellen, die auf den Mitgliedsalpen dem Gast angeboten werden. Dieses Netzwerk „Alpgenuss“ umfasst Erzeuger, Verarbeiter, Lieferanten und Dienstleister, die die geforderten Qualitätskriterien für heimische Produkte einhalten müssen. Armin Kling, Landwirt und stellvertr. Vorsitzender der Allgäuer Bergmilch eG, deren Milch von der Genuss-Molkerei Zott verarbeitet wird, erläuterte die Anstrengungen, wie die hervorragenden Bergmilchprodukte in die Regale von Einzelhandelsketten gebracht werden können mit dem Ziel, einen besseren Milchpreis für die Bergbauernmilch zu erwirtschaften. Bei dem vielfältigen Angebot von Milchprodukten bedarf es höchster Anstrengung, für gute Bergmilchprodukte mit einem guten Preis vom Verbraucher honoriert zu werden. Armin Kling wies auch auf die staatliche Förderung für die Bergbauern hin, die zur Zeit die Existenz unserer Bergbauern sichere und unverzichtbar sei.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt Apotheker Dietmar Wolz, der neben seiner Apotheke in Kempten auch einen Naturkostladen und Bistro betreibt, in dem vor allem regionale Produkte zum Einsatz kommen. Bürgermeisterkandidat und CSU-Ortsvorsitzender André Eckardt stellt Apotheker Wolz die Frage, ob er sich in Burgberg die Eröffnung einer dringend benötigten Apotheke vorstellen könne. Dietmar Wolz führte darauf aus, dass der Kampf uns Überleben von Apotheken durch den Versandhandel sehr schwierig geworden sei. Er sei aber gewillt, als Burgberger Bürger eine Apotheken-Außenstelle zu prüfen, vorausgesetzt, dass entsprechende Räumlichkeiten und Fachpersonal zur Verfügung stünden. Um diese „wohlwollende Prüfung“ bat Bürgermeisterkandidat Eckardt sehr eindringlich.

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