Autofreier Fasnachtsumzug: Burgberger Nachtumzug "amole onderscht"

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Ohne Motor aber mit viel Fantasie soll der nächste Nachtumzug in Burgberg über die Bühne gehen.

Burgberg – Sie waren Vorreiter, die Burgberger mit ihrem Nachtumzug im Jahr 2000. Jetzt gehen die Veranstaltervereine, die Freiwillige Feuerwehr, der Stammtisch „D‘Sügar“ und der Trachtenverein, wieder einen neuen Weg: Der nächste Nachtumzug in Burgberg wird „motorlos“.

Mitmachen können und sollen aber alle. Nur müssen die Wagen und sonstige Konstruktionen ohne Motorkraft auskommen. „Amole onderscht“, wie es das Organisationsteam ausdrückt. „Damals, als wir unseren Nachtumzug vom Stapel ließen, haben auch alle den Kopf geschüttelt“, erinnern sich Herbert Köberle und Hubert Zeller vom Trachtenverein. Und schnell habe es dann Nachahmer gegeben. 

„Jetzt machen wir einen etwas anderen Nacht­umzug“, so Hubert Immler von den „Sügarn“. Alle versprechen sich von dem Vorstoß „an nuie Schlanz“, also neuen Schwung für den Umzug, der sich am Fasnachtssamstag, 10. Februar 2018, durch den Ort schlängeln wird. Der „Dieselskandal“ habe der Idee vom autofreien Umzug zusätzlichen Schwung gegeben. 

Die großen Fasnachtswägen seien schon recht, erläutert Hubert Zeller. Doch diesmal wolle man den traditionellen Nacht­umzug vor allem für kleinere aber nicht minder originelle Gruppen noch attraktiver machen. „Es gab tatsächlich Klagen, dass die kleinen Guppen, die oft tolle Szenen und witzige Ideen aufgreifen, neben den große Fahrzeugen und Wägen mit lärmender Musik kaum zur Geltung kommen.“ Rund die Hälfte der Umzugsteilnehmer sei mit „schwerem Gerät“ angerückt, schätzen die Organisatoren des Burgberger Nachtumzugs. Die Burgberger setzen nicht auf die neue Idee, weil der bisherige Umzug etwa langweilig geworden wäre. Keineswegs, wie Stefan Fink von der Feuerwehr ergänzt. „Wir sind halt ein rühriger Verein und wollen was Neues probieren.“ Alle hoffen auf viele kreative Motive beim „etwas anderen Nachtumzug“ in Burgberg. 

Von Hand betriebene, gezogene oder anderweitig bewegte Fahrzeuge sind natürlich zugelassen. Los geht es am Samstag, 10. Februar 2018, wie gewohnt um 18 Uhr an der Heimenhofenstraße. Da die ganz großen Gefährte beim Umzug im kommenden Jahr fehlen, wird der Kurs etwas anders geführt als bisher. Beibehalten wird das große Fasnachtsfest „Rauschballnacht“auf dem Dorfplatz mit mobiler Bühne, fasnachtsmäßiger Musik und Bewirtung durch die Vereine. Die Organisatoren sind optimistisch, dass wieder „alle dabei“ sind. Herbert Köberle: „Beim Helfen, Mitmachen oder Zueluege...!“ 

Informationen und Anmeldung unter Telefon 0171/5475954 oder per E-Mail an info@burgberger-fasnacht.de.

Josef Gutsmiedl

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