Caritas investiert in Sozialzentrum

Der Aus- und Umbau ist ein Gewinn für die Caritas-Sozialstation, meinten Künstler Arnulf Heimhofer (von links), Pfarrer Karlheinz Müller, Artchitekt Werner Uhlemayr, Landrat Gebhard Kaiser, Caritas-Geschäftsführer Uwe Hardt, Sonthofens Zweiter Bürgermeister, Harald Voigt, und Konrad Müller, Vorsitzender der Caritas-Sozialstation. Fotos: Josef Gutsmiedl

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JOSEF GUTSMIEDL, Sonthofen – In neuem Glanz zeigt sich das Caritas-Sozialzentrum St. Hildegard in Sonthofen. Im Vordergrund der Bauarbeiten stand die energetische Sanierung des Gebäudes; daneben wurden vier weitere Pflegeplätze geschaffen, die Aufenthalts-räume erweitert, sanitäre Einrichtungen und der Brandschutz verbessert, sowie die Hauskapelle neu gestaltet. Rund eine halbe Million Euro kostete „der neue Glanz“, der aber durchaus kein Selbstzweck ist, sondern das Sozialzentrum für seine Aufgaben stärken soll. Im Sommer heiß, im Winter kalt – kein Dauerzustand. Schon gar nicht angesichts steigender Energiepreise. Nachdem die Caritas-Sozialstation St. Hildegard imJahr 2008 das Caritas-Sozialzentrum erworben hatte, konnte jetzt investiert werden, auch Dank ansehnlicher Zuschüsse durch den Landkreis Oberallgäu und die Stadt Sonthofen. „Gut angelegte Steuergelder“, so Konrad Müller, der Vorsitzende der Caritas-Sozialstation. Rund 500 000 Euro kostete der Um- und Ausbau des Sozialzentrum St.Hildegard. Mitgetragen haben unter anderem der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Sonthofen mit jeweis 30 000 Euro Zuschuss, und das Deutsche Hilfswerk mit 86000 Euro. Den Rest bestritt die Caritas aus Eigenmitteln und Mitteln der Fördervereine. In einem ersten Bauabschnitt waren Pflegezimmer renoviert und Sanitäreinrichtungen auf moderne Anforderungen verbessert worden. Der Kern der Um- und Erweiterungsmaßnahmen folgte dann im Frühjahr diesen Jahres mit der Umgestaltung des Mittelteils des Gebäudes , der als Erschließungstrakt diente und mit einem Glasgiebel überdacht war. „Die Bauphysik dieses Teils wurde total verändert“, erläutert Architekt Werner Uhlemayr. Der Giebel wurde gedämmt, die Glasfenster bis auf eine Lichtkuppel ersetzt. Es entstand ein neu gestalteter, freundlicher Empfangsbereich und ein großzügiger, heller Aufenthaltsraum im Obergeschoss, und ein neues Treppenhaus auf der Südseite. Die Energiebilanz werde sich deutlich verbessern, betont Uhlemayr. Zudem wurde das Sozialzentrum an das Fernwärmenetz der Stadt Sonthofen angeschlossen; daraus ergab sich ein zusätzlicher Raumgewinn. Allein des Glanzes wegen sei allerdings nicht investiert worden, unterstrich Uwe Hardt, seit 14 Jahren Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation. Das Sozialzentrum verstehe sich als Familienzentrum mit einem breiten Beratungs- und Begleitungsangebot. „Leute, die zu uns kommen, sollen nicht erst suchen müssen. Sie werden empfangen, begleitet und gut aufgenommen“, so Hardt. So wird auch ein Internetplatz geschaffen, der im Bedarfsfall genutzt werden kann. „Wir sind ein Verband, der die verschiedenen Situationen und Fragen der Menschen aufgreift“ sagt Hardt. Getragen werde die Caritasarbeit von rund 200 Beschäftigten und vielen Ehrenamtlichen. Die Bedeutung der gemeinnützigen Einrichtungen wie der Caritas unterstrich der Oberallgäuer Landrat, Gebhard Kaiser. „Ein guter Tag für die Region“, würdigte Kaiser die Um- und Ausbauarbeiten in der Sozialstation St. Hildegard. „Die Caritas und ähnliche Einrichtungen übernehmen heuet vielfach die Aufgaben, die früher der Familienverband leistete“, sagt Kaiser. St. Hildegard möge stets „eine soziale Heimat“ bleiben, wünschte der Landrat.

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