"Umfeld, in dem Kinder sich geborgen fühlen"

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Die neue Kindergartenleiterin, Carolin Zeh, hat große Freude an der Arbeit mit Kindern.

Sonthofen - Die Johannis Kindertagesstätte in Sonthofen hat wieder eine neue Leiterin. Carolin Zeh hat am 1. April die Leitung übernommen. Damit ist eine lange Vakanzzeit zu Ende. Große Erwartungen werden in sie gesetzt. 

Vor allem wünschen sich alle – Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde eine Phase der Konsolidierung und eine Fortsetzung der erfolgreichen Erziehungsarbeit. Dies ist verständlich, weil innerhalb von gut zwei Jahren die Stelle drei Mal neu besetzt werden musste. Kreisbote-Mitarbeiter Hans Ehrenfeld hat mit Carolin Zeh gesprochen. 

Frau Zeh, die Sonthofer freuen sich darauf, Sie als die neue Leiterin der Johannis Kindertagesstätte kennenzulernen. 

Carolin Zeh: Ich bin 28 Jahre alt. An der Hochschule in Kempten habe ich Sozialwirtschaft studiert und erst in diesem Jahr mein Studium beendet. Zuvor habe ich eine Ausbildung zur Erzieherin an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Kempten absolviert. Mein letztes Ausbildungsjahr und mein erstes Jahr als Gruppenleitung habe ich in der Johannis Kindertagesstätte verbracht. Schon während meiner Ausbildung hatte ich den Wunsch, mein Wissen zu vertiefen und habe mich daraufhin für das Sozialwirtschaftstudium entschieden. Nun freue ich mich sehr, wieder hierher zurückkehren zu dürfen. 

Haben sie sich in den wenigen Wochen bereits gut eingelebt? 

Carolin Zeh: Ja, ich wurde von meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich aufgenommen. Eine Einarbeitung dauert etwas länger. Hierfür ist es voraussichtlich erforderlich, einen ganzen Jahreskreis mitzumachen. Es fällt mir leichter, da mir die meisten Abläufe bereits bekannt sind. 

Wie viele Kinder werden betreut und wie viele Mitarbeiterinnen haben Sie? 

Carolin Zeh: In der Kinderkrippe betreuen sieben Mitarbeiterinnen 26 Kinder im Alter von anderthalb bis drei Jahren. Im Kindergarten werden 112 Kinder in sechs Gruppen, davon drei integrative Gruppen für Kinder mit besonderem Förderbedarf, von 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Unser Team wird noch durch eine Hauswirtschafterin und einen Hausmeister ergänzt. 

Was waren ihre bislang schönsten Erlebnisse in dieser Kindertagesstätte? 

Carolin Zeh: Die hilfsbereite Kollegialität meiner Mitarbeiter untereinander fand ich sehr schön. Ebenso hat mich deren gegenseitiges positives und Wert schätzendes Feedback, welches ich beim letzten Teamtag kennengelernt habe, sehr beeindruckt. 

Was ist die besondere Herausforderung in dieser Kindertagesstätte?

Es war die Größe der Einrichtung, das städtische Umfeld, die Vielfalt der Angebote wie Krippe, Kindergarten, integrative Erziehung und ... weil ich mich hier von Anfang an wohlgefühlt habe. 

Wodurch zeichnet sich eine evangelische Kindertagesstätte aus?

Carolin Zeh: Das christliche Menschenbild ist Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Es besagt, dass wir als Geschöpfe Gottes von ihm geliebt sind. Wir sollen diese Liebe weitergeben. Wir arbeiten sehr eng mit der Kirchengemeinde zusammen und feiern mit ihnen Gottesdienste. 

Was wird der Schwerpunkt ihrer Arbeit sein? 

Carolin Zeh: Die meiste Zeit wird für die Planung der pädagogischen Arbeit, Mitarbeiterführung, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit benötigt. 

Welche Ziele haben sie sich als neue Leiterin der Johannis Kindertagesstätte gesteckt? 

Carolin Zeh: Ich möchte auf der erfolgreichen Konzeption aufbauend zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Erziehungsarbeit vertrauensvoll gestalten und behutsam weiter entwickeln. Ich will ein Umfeld schaffen, in dem die Kinder sich geborgen fühlen und ihre Eltern sie in guten Händen wissen.


Das Interview führte Hans Ehrenfeld.

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