Kuscheliges Highlight beim Panoramahotel

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Weiteren „Schub“ im Tourismus verspricht man sich in Oberjoch vom neuen Chalet-Dorf zu Füßen der Hindelanger Berge.

Schlag auf Schlag geht es im Bad Hindelanger Ortsteil Oberjoch: Panoramahotel, Neustart der Berg­bahnen und neuen Alpin Chalets. Wichtige Investitionen in die touristische Infrastruktur, so der Tenor bei der Eröffnung des luxuriösen Chalet-Dorfes, die Bad Hindelang und die Region voran brächten.

Die Alpin Chalets rundeten das Konzept ab, so Thomas Lerch, der Betreiber des Pano­ramahotel Oberjoch, zu dem das kleine Dorf der 13 Chalets gehört. Nachdem er anfangs der Idee zu der „Abrundung“ skeptisch gegenüber gestanden habe, sei er längst überzeugt und froh, diesen Schritt gewagt zu haben. Und Investor- und Bauunternehmer Gerhard Breher spricht von einem „Highlight in Oberjoch“.

Unterm Strich sind mit dem Chalet-Dorf – nur einen Katzensprung vom Panoramahotel Oberjoch – 160 neue Vollzeitarbeitsplätze verbunden. „Im ländlichen Raum“, wie Thomas Lerch betont und auf eine jährliche Tourismusabgabe von rund 200 000 Euro verweist. „Wichtig für den Ort und die Region“, so Lerch. Allerdings fehle es an geeignetem Wohnraum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Lerch denkt dabei nicht nur an Appartements, sondern auch an Häuser und größere Wohnungen mit gehobener Ausstattung.

Das kleine aber feine Hüttendorf fast in der Mitte von Oberjoch trumpft auf mit luxuriöser Ausstattung in alpinem Stil vor einer imposanten Bergkulisse. Mit viel Holz, vor allem Altholz, Filz und Stein wurden behagliche Hütten geschaffen nach dem Motto „Natur trifft Luxus“. Offener Kamin, Sitzecke, Holztisch, Küche, Bad, separates Schlafzimmer, Terrasse, Sauna mit Bergblick... Eine separate Rezeption für die 13 Chalets, ein Restaurant, eigene Tiefgaragenzufahrt runden diese „Wohlfühlinsel“ inmitten der Allgäuer Bergwelt ab. Kein abgehobener Kitsch, sondern solide Architektur, so Thomas Lerch. Die beteiligten Handwerker hätten allesamt viel Herzblut und Leidenschaft eingebracht.

Mit den Chalets hätten Breher und Lerch „einen Trend erkannt“, lobte auch Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer den jüngsten Wurf der beiden Unternehmer. Man müsse alles tun, so Pschierer weiter, um Gäste für die Region und das Allgäu zu gewinnen. Was in Oberjoch geschehe sei keineswegs selbstverständlich, lobt der CSU-Staatssekretär das Engagement Brehers. Was er, Breher, anpacke, erweise sich stets als Erfolgsgeschichte.

Ein Engagement, das der Freistaat Bayern fördere, weil, so Pschierer, „diese Region nicht von der Industrie lebt“. Hier sei der Tourismus das entscheidende Moment der Wertschöpfungskette: „Ohne Tourismus gäbe es diese Region so nicht!“ Investitionen in die Tourismus-Infrastruktur werde der Freistaat weiterhin fördern, so etwa in Bergbahnprojekte.

Die Bedeutung des Tourismus unterstreicht auch der Oberallgäuer Vize-Landrat Alois Ried. Die Zahlen zeigten es deutlich: Kultur und Landschaft brächten Wirtschaftskraft. Ein Beitrag dazu sei die 30-Millionen-Investition Brehers in Oberjoch.

Und Bad Hindelangs Dritter Bürgermeister, Tom Karg, verweist auf „seine“ Zahlen: Seit der Eröffnung des Panoramahotels Oberjoch und des Kinderhotels im Jahr 2012 sowie der neuen Bergbahnen vor zwei Jahren seien die Übernachtungszahlen für Oberjoch um fast 50 Prozent auf eine knappe halbe Million gestiegen. Eine derart rasante Entwicklung habe es zuvor hier nur einmal gegeben, als in den 1990er Jahren das damalige Alpenhotel Oberjoch eröffnete.

Karg spricht von einem „Meilenstein in der Tourismusentwicklung für Oberjoch“ und lenkt den Blick auf „bedeutende regionalwirtschaftliche Effekte“ in der Gemeinde. Oberjoch habe sich zu einem „Hotspot der Alpen“ entwickelt. Was in Oberjoch passiere, sei ein Glücksfall für die Gemeinde und den Ort. „Ein Vorzeigeobjekt.“

Josef Gutsmiedl

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