Das Schönste? Alles!

Claudia Grunwald leitet bei den Johannitern das Sachgebiet Kinderbetreuung.

Allgäu – Claudia Grunwald liebt ihren Beruf. Auf die Frage, was das Schönste daran sei, antwortet sie ohne nachdenken zu müssen: „Alles! Ich habe keinen Tag bereut, diesen Beruf ergriffen zu haben.“

Die freundliche 58-Jährige ist gelernte Erzieherin, hat als solche mehrere Zusatzausbildungen absolviert und leitete von 2013 bis 2016 die Johanniter-Schatzkiste Memmingen. 2016 übernahm sie als Sachgebietsleitung das Sachgebiet Kinderbetreuung bei den Johannitern. Somit hat sie die aktuell fünf Kindereinrichtungen der Johanniter im gesamten Allgäu unter sich – und wann immer es geht, nimmt sie sich an „ihrer“ Kita Schatzkiste in Memmingen die Zeit, selbst in den Gruppen mitzuarbeiten.

Die Anforderungen, die die organisatorische Betreuung der fünf Einrichtungen mit sich bringt, sind umfangreich. Claudia Grunwald zählt auf, was genau diese beinhaltet – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wie sie augenzwinkernd einräumt: „Hauptsächlich begleite ich die pädagogische Arbeit der Kinderkrippe Schatzkiste Memmingen, des Kinderhauses Seezwerge in Lindau, der Kinderkrippe Campuszwerge in Kempten, der Kinderkrippe Mindelzwerge in Mindelheim sowie der Mittagsbetreuung in Aeschach. Genauso wichtig ist die Unterstützung der Leitungen bei allen anfallenden Arbeiten im Jahresablauf. Mein Aufgabengebiet umfasst zudem die Mitarbeiterführung inklusive Personalakquise, die Begleitung der Integrationskräfte an den Schulen, die Organisation von Mitarbeiter-Fortbildungen, das Einrichten der neuen Gruppen, die Kontrolle der Arbeitszeiten, der Belegung, der Hygiene und der Speisepläne an allen Häusern sowie die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden. Nicht zu vergessen die Teilnahme an Elternabenden (falls gewünscht), sowie Abrechnungen oder auch Gespräche mit Ausstattern und Architekten, denn wir hatten zuletzt umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen an verschiedenen Kitas. Natürlich muss ich bei alledem stets die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen im Blick haben.“

Trotz oder vielleicht wegen dieser Vielfalt mache sie alles davon gern, so Claudia Grunwald. „Die Ernährung der Kinder ist mir besonders wichtig, aber auch die Kinder in ihrer Entwicklung zu beobachten und sie altersentsprechend zu fördern.“ Viel Fingerspitzengefühl erfordere die Betreuung von Familien mit Unterstützungsbedarf, bei der es gelte, das Kindeswohl beziehungswiese dessen Gefährdung im Blick zu haben.

Über „ihre“ Kitas kann die Allgäuerin nur Gutes sagen: „Die Einrichtungen sind TÜV-zertifiziert und ich stehe voll hinter den Profilen der jeweiligen Häuser.“ Der Anstellungsschlüssel sei durchweg sehr gut, die Öffnungszeiten und wenigen Schließtage kämen berufstätigen Eltern zu Gute. Die Kinder profitierten von der hochwertigen Ausstattung der Räume, den Fortbildungen der Mitarbeiterinnen sowie der professionellen pädagogischen Arbeit, die diese alle „mit viel Herzblut und Liebe tagtäglich leisten“. Ein spürbares Problem sei allerdings auch im Bereich Erziehung der Fachkräftemangel. „Wir bilden in allen unseren Einrichtungen selbst aus und werden auch in die neue Optiprax- Ausbildung einsteigen. Im Gegensatz zum klassischen Erzieher beträgt die Ausbildung hierbei drei statt fünf Jahre und erfolgt dual; Praktikums- und Unterrichtswochen wechseln sich ab.“ Für Bewerbungen, betont Claudia Grunwald, sei sie stets offen. Besondere Voraussetzungen hierfür seien „Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Offenheit gegenüber dem Qualitätsmanagement sowie eine wertschätzende Haltung den Kindern und Eltern gegenüber.“

Auch interessant

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Mehrere Einbrüche in Blaichach
Mehrere Einbrüche in Blaichach
Zum Auftakt drei Kunstpreise
Zum Auftakt drei Kunstpreise
Nikolausballonstart in Sonthofen
Nikolausballonstart in Sonthofen

Kommentare